Munich Re
- Thorsten Küfner - Redakteur

Ein Traum für jeden Anleger

Bei der Suche nach einem global aufgestellten, seit Jahren erfolgreichen Konzern, dessen Aktie darüber hinaus günstig ist und mit einer satten Dividendenrendite ausgestattet ist, kommen Anleger an diesem Qualitätstitel nur ganz schwer vorbei.

Ohne Eigenkapital ein Haus bauen“, mit dieser Schlagzeile sorgte die Bild-Zeitung vor einigen Monaten für großes Aufsehen. Zugegeben, ganz ohne Eigenkapital geht das natürlich nicht, aber die niedrigen Zinsen erleichtern es den Bundesbürgern, den Traum von den eigenen vier Wänden so günstig zu finanzieren wie nie zuvor. Was potenzielle Hausbesitzer, aber natürlich auch die Börsianer freut, ist für die Sparer und vor allem auch für die großen Versicherer hingegen ein Albtraum. So ist es der Allianz oder der Munich-Re-Tochter Ergo kaum noch möglich, Kunden mit Lebensversicherungen mit ordentlichen Rendite­versprechen zu ködern. Der Branche macht das schwer zu schaffen.

Munich Re
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26.02.2014

Dennoch gelang es der Munich Re im vergangenen Jahr erneut, ihren Gewinn zu steigern. Mit einem Überschuss von 3,3 Milliarden Euro übertraf der DAX-Konzern die Prognosen der Analysten – und auch die eigenen. So betonte Finanzvorstand Jörg Schneider im Rahmen der Vorlage der vorläufigen Zahlen: „Das sehr gute Ergebnis, zu dem alle Geschäftsfelder beigetragen haben, beweist die Ertragsstärke von Munich Re. Wir haben unser Gewinnziel von drei Milliarden Euro damit klar übertroffen.“

Den Löwenanteil zum Nettogewinn steuerte erneut das klassische Rückversicherungsgeschäft mit 2,8 Milliarden Euro bei. Die Erstversicherungstochter Ergo erzielte ein Reinergebnis von 0,4 Milliarden Euro, der Gesundheitssparte Munich Health glückte der Turnaround und ein Überschuss von 0,15 Milliarden Euro.

„Nicht zu jedem Preis!“

Zuletzt mehrten sich die negativen Meldungen zum harten Preiskampf im Rückversicherungsmarkt. Dieser macht dem Münchener Weltmarktführer sicherlich auch zu schaffen. Allerdings ist der Rückgang der Beitragseinnahmen im Rückversicherungsgeschäft von 28,2 auf 27,8 Milliarden Euro kein Grund zur Besorgnis. Es ist in der Branche üblich, dass nach tendenziell eher „schadensarmen“ Jahren die Preise für die Rückversicherer leicht sinken. Und das Jahr 2013 war trotz der Überflutungen in Deutschland und des verheerenden Taifuns auf den Philippinen (hier war allerdings der Großteil der Schäden nicht versichert) ein schadensarmes Jahr.

Im Hinblick auf die leicht gesunkenen Bruttoprämien erklärte Vorstand Torsten Jeworrek: „Munich Re ist ihrem Grundsatz, Geschäft nur zu risikoadäquaten Preisen und Bedingungen zu zeichnen, erneut konsequent gefolgt. Wir stellen unseren Kunden zuverlässig Kapazität, innovative Lösungen und Service auf höchstem Niveau zur Verfügung. Aber wir tun dies nicht um jeden Preis.“

Die Dividendenperle im DAX

Indes bereiteten die Münchener ihren Aktionären wieder einmal in ihrer „Spezialdisziplin“ eine große Freude: Die Dividende wird erneut angehoben. Erhielten die Anteilseigner für das Geschäftsjahr 2012 noch eine Ausschüttung von 7,00 Euro je Aktie, werden es für das abgelaufene Jahr 7,25 Euro sein. Daraus errechnet sich ausgehend vom aktuellen Kursniveau eine stattliche Rendite von 4,7 Prozent.

Das besonders Erfreuliche für Inhaber der DAX-Titel: Sollte es nicht zu einem dramatischen und auch nachhaltigen Gewinnrückgang kommen, können sie auch weiterhin mit einer Dividende von mindestens 7,25 Euro je Aktie rechnen. Denn die Munich Re hat seit dem Jahr 1969 die Ausschüttung nicht mehr gekürzt. Und auf diese Tradition ist man in München zu Recht stolz und wird sie wohl nicht ohne Not aufs Spiel setzen.

Bereits für das von schweren Kata­strophen (allen voran das verheerende Seebeben vor Fukushima) geprägte Jahr 2011 schüttete der DAX-Konzern 6,25 Euro je Aktie aus, obwohl netto nur 3,94 Euro pro Anteilschein verdient wurden.

Möglich macht diese Großzügigkeit vor allem die sehr starke Bilanz. So hat sich der weltgrößte Rückversicherer in den vergangenen Jahren ein sehr solides Polster an Rücklagen aufgebaut, was einzelne schwächere Jahre leicht kompensieren lässt, ohne die Dividende kürzen zu müssen.

Des Weiteren verfügt das Unternehmen auch über ausreichend Rücklagen, um eigene Aktien zurückzukaufen. Im November hatte der Vorstand ein weiteres Programm angekündigt, in dessen Rahmen Papiere im Volumen von einer Milliarde Euro erworben werden sollen. Bis zur Hauptversammlung am 30. April sollen die Rückkäufe abgeschlossen werden. Einige Experten rechnen damit, dass Konzernchef Nikolaus von Bomhard erneut ein Aktienrückkaufprogramm ankündigt.

Die Höhe der Ausschüttung beziehungsweise der Dividendenrendite, gepaart mit der bemerkenswert hohen Kontinuität, machen die Munich Re zum stärksten Dividendentitel im DAX und auch zu einer der attraktivsten Aktien weltweit.

Kursziel 175 Euro

Kein Wunder, dass das Gros der Analysten für die Aktie der Munich Re zuversichtlich gestimmt ist. So hat kürzlich etwa die Privatbank Berenberg die Einstufung für die Papiere des Versicherungsriesen nach den Zahlen mit „Buy“ bestätigt. Das Kursziel sieht Analyst Tom Carstairs bei 175 Euro. Der Überschuss von 1,2 Milliarden Euro im vierten Quartal sei höher ausgefallen als vom Markt erwartet. Er verweist allerdings darauf, dass dieser auch von Steuereffekten begünstigt gewesen sei. Die Preisentwicklung der jüngsten Erneuerungsrunde sei robust. Ein Preisrückgang von lediglich 1,5 Prozent dürfte Marktteilnehmer positiv überrascht haben.

Starker Konzern, niedriger Preis

Die Munich Re zählt zu den absoluten Vorzeigefirmen in Deutschland. Der Weltmarktführer glänzt mit einem hervorragenden Management, einer soliden Bilanz und einer starken Marktstellung. Zudem ist der DAX-Titel mit einem KGV von 9, einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von 1,0 und einer Dividendenrendite von 4,7 Prozent ein absolutes Schnäppchen und daher ein Kauf.

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