Comdirect Bank
- Michael Schröder - Redakteur

Drei Dividendenperlen mit 5% Rendite

Als Aktien mit hohen Dividenden sind vor allem die Blue Chips aus DAX, MDAX und TecDAX bekannt. Doch es gibt auch Nebenwerte, die mit einer hohen Dividendenrendite von rund fünf Prozent glänzen

Dividenden sind eine verlässliche Renditequelle, wenn sie über einen langen Zeitraum in mindestens beständiger Höhe gezahlt werden. Bei der Suche nach aussichtsreichen Dividenden-Aktien ist daher sowohl die Analyse der künftigen Umsatz- und Ertragsentwicklung als auch die Betrachtung der Bilanz eine Voraussetzung. Das gilt für Blue Chips wie BASF oder Telekom, aber auch für SDAX-Aktien und die noch kleineren Nebenwerte. Bei den Small Caps ist anders als bei den Konzernen mit einer großen Marktkapitalisierung auch die Liquidität wichtig. Bei diesen drei Small Caps passt die Mischung:

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8,20 €
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15.04.2014

Comdirect: Die Tochter zeigt es der Mutter

Seit dem Ausbruch der Finanzkrise haben die Aktionäre der Commerzbank nicht nur dramatische Kursverluste hinnehmen müssen, sie mussten seither auch stets auf die Zahlung einer Dividende verzichten. Wer hingegen die Papiere der Commerzbank-Tochter Comdirect im Depot hat, konnte sich über Jahre hinweg über regelmäßige und vor allem hohe Dividenden freuen.

Doch nicht nur im Hinblick auf die Dividendenpolitik zeigt die Tochter der Mutter, wo es langgeht: So war es die Quickborner Onlinebank, die mit dem Angebot warb: „50 Euro wenn Sie uns mögen, 100 Euro wenn nicht.“ Dies bescherte dem SDAX-Konzern einen Kundenzuwachs und wird seit einigen Monaten auch von der Commerzbank kopiert. Die Aussichten für die Comdirect bleiben angesichts des stetig wachsenden Direktbankenmarkts gut. Ziehen die anhaltend niedrigen Zinsen endlich nachhaltig an, dürfte auch der Gewinn wieder deutlich anziehen. Dann wären wohl sogar noch höhere Renditen als bisher drin. Für 2013 sollen 0,41 Euro je Aktie ausgeschüttet werden. Das entspricht aktuell einer Rendite von rund fünf Prozent.

Syzygy: Herzensangelegenheit

Aktionäre sind bei der Syzygy AG bestens aufgehoben. Für 2013 wurde die Dividende um weitere drei Cent auf 28 Cent je Aktie angehoben. DER AKTIONÄR hat beim Chef der Internetagentur, Marco Seiler, nachgefragt: Kann Syzygy das hohe Niveau der Dividende auch die nächsten fünf Jahre aufrechterhalten? „Ein solcher Horizont ist natürlich sehr lang“, so Seiler, „doch die Dividendenpolitik liegt uns sehr am Herzen und wir werden alles dafür tun.“

Syzygy erhält derzeit Rückenwind durch die Bemühungen großer Konzerne, ihre Internetseiten zu modernisieren. Für BMW wurde etwa die Vermarktungsseite für den Elektroflitzer BMW i3 erstellt. Auch Daimler und Jägermeister sind Referenzen des Internetspezialisten. Mit der Teilübernahme der polnischen Agentur Ars Thanea verstärken die Bad Homburger zudem ihr Know-how in den Bereichen Animation und interaktives Design. „Der Start ins neue Jahr ist uns geglückt. Wir sind sehr zuversichtlich, dass 2014 ein weiteres gutes Jahr für uns wird“, so Seiler. Für 2013 sollen 0,28 Euro je Aktie ausgeschüttet werden. Das entspricht aktuell einer Rendite von rund fünf Prozent.

DIC Asset: Solide Sache

Die DIC-Asset-Aktie ist auch eine lukrative Alternative für Dividendenjäger. „Angesichts des hohen Cashflows halten wir die Dividende für relativ sicher. DIC Asset hat auch für die schwierigen Jahre 2008 und 2009 Dividenden gezahlt“, erklärt Georg Kanders vom Bankhaus Lampe. Fortschritte beim Schuldenabbau, Erträge aus neuen Gewerbeprojekten und weitere Vereinfachungen der Konzernstruktur sorgen für zusätzliche Fantasie. „Für die nächsten Jahre steht das Ziel, auf einer soliden Basis hohe Erträge und weiteres Ergebniswachstum für unsere Aktionäre zu erwirtschaften“, erklärt der Vorstandsvorsitzende Ulrich Höller. In Verbindung mit der attraktiven Dividendenrendite gehört die DIC-Aktie derzeit zu den deutschen Immobilien-Aktien mit dem größten Kurspotenzial. Für 2013 sollen 0,28 Euro je Aktie ausgeschüttet werden. Das entspricht aktuell einer Rendite von 5,1 Prozent.

Drei kleine Perlen

Auch wenn sie nicht jeder Anleger auf der Agenda hat: Die drei Nebenwerte eignen sich alle als Beimischung für ein langfristig ausgerichtetes Dividenden-Depot.

 

Die Alternative

Die vorgestellten Werte überzeugen neben einer konstant hohen Dividende auch mit guten fundamentalen Aussichten und sind daher eine starke Depotergänzung. Eine interessante Alternative zu den Einzelinvestments sind Dividendenfonds. Davon gibt es einige. Aber keiner ist so außergewöhnlich wie der Patriarch Classic Dividende 4 Plus (WKN HAF X6R). Der Fonds schüttet an seine Anleger viermal im Jahr aus. Damit ist der Patriarch Classic Dividende 4 Plus auch für Sicherheitsfanatiker eine echte Alternative.

Bei der Aktienauswahl geht das Fondsmanagement kein großes Risiko ein. Investiert wird beinahe ausschließlich in Ländern mit einer stabilen Währung. Asiatische und lateinamerikanische Aktien findet man nicht im Portfolio. Titel aus Südeuropa sind eine Ausnahme. Die meisten Aktien kommen aus Mittel- und Nordeuropa, einige Titel aus den USA. Die Aktien im Fonds sind von Unternehmen, die für Dividendenkontinuität stehen. Besonderen Wert legt das Fondsmanagement auf die Größe der Gesellschaft und auf die Nachhaltigkeit des Geschäfts. Wer regelmäßige, üppige Ausschüttungen plus die Aussicht auf Kursgewinne will, liegt mit dem Patriarch Classic Dividende 4 Plus richtig. Die erste Ausschüttung ist für den 21. April geplant.

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