Aurelius
- Markus Horntrich - Chefredakteur

Dividendenrendite: 9,7 Prozent

Finanzinvestor lockt mit einem Gewinnzuwachs von 245 Prozent und einer Dividendenrendite von fast zehn Prozent.

Der Münchener Aurelius-Konzern schwimmt im laufenden Jahr auf der Erfolgswelle. Nach dem Verkauf der erfolgreich restrukturierten Beteiligungen Consinto im ersten Halbjahr und Schabmüller im dritten Quartal steht der Finanzinvestor so gut da wie noch nie, wie der heute veröffentlichte 9-Monatsbericht zeigt. Die Aktie bleibt trotz der starken Entwicklung im laufenden Jahr ein Top-Investment.

Aurelius
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15.11.2012

Starke neun Monate

In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres hat Aurelius einen Gesamtumsatz von 1.017,4 Millionen Euro erzielt, was gegenüber 2011 einem Zuwachs von sieben Prozent entspricht. Darin enthalten sind auch die Umsatzerlöse der im laufenden Geschäftsjahr entkonsolidierten Tochterfirmen. Auf annualisierter Basis konnte der Konzernumsatz die 1,5-Milliarden-Euro-Marke überspringen und betrug 1.526,5 Millionen Euro.

Auch beim Ergebnis befindet sich Aurelius nach neun Monaten auf Rekordniveau. Operativ (auf EBITDA-Basis) verdiente der Konzern 165,1 Millionen Euro und damit 245,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Aus den Beteiligungsverkäufen von Consinto und Schabmüller erzielte Aurelius einen Gewinn von 60,2 Millionen Euro.

Mit dem Kauf des IT-Dienstleisters Thales CIS (Madrid, Spanien), des IT-Serviceproviders Getronics (Amsterdam, Niederlande) und des Spezialchemie-Unternehmens Briar Chemicals (Norwich, Großbritannien) hat Aurelius in diesem Jahr zudem drei erfolgreiche Akquisitionen abgeschlossen. Die kürzlich angekündigte Übernahme des IT-Unternehmens Steria Iberica (Madrid, Spanien) dürfte ebenfalls in Kürze abgeschlossen werden. Insgesamt hat Aurelius im laufenden Jahr dann Firmen mit einem annualisierten Gesamtumsatz von über 500 Millionen Euro übernommen.

Wie Aurelius-Chef Dr. Dirk Markus in verschiedenen Interviews mit dem AKTIONÄR verriet, ist das Interesse an weiteren Firmen groß. Weitere Verkäufe mit entsprechender Ertragsfantasie sind also möglich. Auf der anderen Seite sind die Münchener mit einem Liquiditätsbestand von 195,6 Millionen Euro gut gerüstet, um auch auf der Einkaufsseite weiterhin aktiv zu werden.

Dividendensegen

Neben der Zahlen dürfte die Ausschüttung für das laufende Jahr ein Highlight für die Aktionäre werden. Neben der von 1,50 auf 1,70 Euro erhöhten Dividende, die allein eine Dividendenrendite von 4,4  Prozent bedeuten würde, winkt auch noch ein Bonus von mindestens zwei Euro. Damit würde sich die Dividendenrendite für 2012 auf 9,7 Prozent erhöhen. Gute Aussichten also für weiter steigende Notierungen.

Die Aktie bietet aktuell auch wieder eine neue Kaufchance. Nach dem Ausbruch über 36,80 Euro und dem anschließenden Anstieg auf über 41 Euro befindet sich der Wert auf Konsolidierungskurs. Die 36,80-Euro-Marke dient dabei als Unterstützung. Es bieten sich weitere Zukäufe im Bereich dieser Ausbruchsmarke an. Der Stopp sollte bei 32,50 Euro platziert werden. Das Ziel bleibt zunächst bei 45 Euro frei.

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