FREENET AG
- Michael Schröder - Redakteur

Dividenden-Perle im Rallye-Modus

DER AKTIONÄR hat bereits erklärt, dass Freenet im dritten Quartal deutlich mehr verdient hat als im Vorjahr. Dabei half dem Telekomunternehmen die im Februar übernommene Ladenkette Gravis, die Computer und Smartphones vertreibt. Auch der Ausblick passt: "Aufgrund der guten Ergebnisse des dritten Quartals bestätigen wir unsere Prognose für die Geschäftsjahre 2013 und 2014", sagte Finanzvorstand Joachim Preisig bei der Vorlage der Daten.

Die Zahlen des netzunabhängigen Telekommunikationsanbieters wurden positiv aufgenommen. Die Aktie ist bei den Investoren aber auch wegen ihrer hohen Dividende von zuletzt 1,35 Euro je Aktie beliebt. Gemessen an der in Aussicht gestellten Ausschüttungsquote von 50 bis 75 Prozent des Free Cash Flows, ist für das laufende Jahr 2013 erneut eine Gewinnbeteiligung zwischen 1,00 und 1,50 Euro zu erwarten. Die aktuelle Dividendenrendite liegt bei 6,6 Prozent und sollte den Aktienkurs nach unten deutlich absichern – selbst in einem weniger optimistischen Börsenumfeld als im Moment. Das 2014er-KGV von 11 ist ebenfalls günstig.

FREENET AG
20,40 €
25,00 €
17,50 €
19.11.2013

Daher sind auch die meisten Analysten dem TecDAX-Konzern trotz der anhaltenden Rallye - das Papier stieg seit Anfang 2008 rund 600 Prozent - größtenteils wohl gesonnen. Das Düsseldorfer Bankhaus Lampe hat das Kursziel für Freenet zuletzt von 21 auf 23 Euro angehoben und die Einstufung auf "Kaufen" belassen. Analyst Wolfgang Specht erhöhte dabei seine Umsatz- und Ergebnisschätzungen auf Basis veränderter Annahmen zum Kundenmix und einer früher als erwartete Stabilisierung der durchschnittlichen Kundenumsätze. Er sieht den Konzern gut gerüstet für das Weihnachtsgeschäft.

Die Privatbank Hauck & Aufhäuser ist sogar noch etwas optimistischer. Die Analysten haben das Kursziel nach einer Investorenveranstaltung von 23 auf 25,50 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Die Vorhersagbarkeit der Geschäftsentwicklung des Mobilfunkanbieters habe sich in den vergangenen Jahren deutlich verbessert, so Analyst Sascha Berresch. Das Geschäftsmodell sei von nachhaltiger Natur.

Der Mobilfunkmarkt in Deutschland ist hart umkämpft. Freenet konkurriert sowohl mit den vier Netzbetreibern Deutsche Telekom, Vodafone, E-Plus und Telefonica (O2) als auch mit Drillisch. Dieses Unternehmen hat wie Freenet kein eigenes Netz, sondern kauft sich diese Dienstleistung ein.

Ein Ende der beeindruckenden Aufwärtsbewegung scheint nicht in Sicht – im Gegenteil! Unter Berücksichtigung des Free Cashflows und der hohen Dividendenrendite verfügt die Aktie über weiteres Aufwärtspotenzial. Mit dem Sprung über die 20-Euro-Marke dürfte sich die Rallye sogar noch einmal beschleunigen. DER AKTIONÄR spekuliert daher im Real-Depot mit einer Trading-Position mit einem Turbo-Call mit Hebel 6 auf dieses Szenario.

Mit Material von dpa-AFX

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Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte: Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "Real-Depot" von DER AKTIONÄR.

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