Goldcorp
- Marion Schlegel - Redakteurin

Die unendliche Goldgeschichte

Es ist das Vorzeigeunternehmen der Goldbranche. Satte Gewinne, steigende Förder­quoten und niedrige Produktionskosten stellen die Konkurrenz in den Schatten.

Rohstoffunternehmen gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Doch nicht alle halten, was ihre teils klangvollen Namen versprechen. Nur ganz wenige schaffen es in die Top-Riege. Ein Konzern, der eine beispiellose Erfolgsgeschichte im Goldsektor geschrieben hat, ist Goldcorp. Seit der Jahrtausendwende hat die Aktie der Goldgesellschaft um mehr als 1.500 Prozent zugelegt. Doch wer meint, damit sei die Erfolgsgeschichte bereits beendet, der irrt. Goldcorp hat noch einen großen Pfeil im Köcher, der auch in den kommenden Jahren für deutlich steigende Kurse sorgen dürfte.

Goldcorp
30,15 €
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28.11.2012

Starke Vergangenheit
Die Wurzeln des Unternehmens gehen bis in die 1950er-Jahre zurück, in den 90ern entwickelte sich Goldcorp mehr und mehr zum erfolgreichen Minenbetreiber. Unter der Führung von Rob McEwen gelang es der Gesellschaft, innerhalb kurzer Zeit vom ehemals unbekannten Gold­explorer in die vorderste Riege der bedeutendsten Goldproduzenten der Welt vorzurücken. Die Marktkapitalisierung stieg von 1992 bis heute von 50 Millionen Dollar auf mehr als 32 Milliarden Dollar. Heute gehört Goldcorp zu den absoluten Top-Unternehmen im Goldsektor. Trotz des starken Kursanstiegs ist die Aktie aber noch immer extrem günstig bewertet.

Starkes Portfolio
Dabei hat das Unternehmen einiges zu bieten. Goldcorp betreibt unter anderem die Red-Lake-Mine in Kanada, eine der ergiebigsten und am kostengünstigsten operierenden Gold-Abbaustätten welt­weit. Zehn weitere Projekte komplettieren das umfangreiche Portfolio der bereits produzierenden Minen. Erst in diesem Jahr hat mit Pueblo Viejo eine weitere aussichtsreiche Lie­gen­schaft mit der Gold­förderung begonnen. Besonderer Pluspunkt von Goldcorp: Die Minen liegen überwiegend in politisch stabilen Regionen  wie dem ohnehin minenfreundlichen Kanada oder Mexiko. Und die nächsten  Projekte befinden sich bereits in den Startlöchern. Im kommenden Jahr beispielsweise soll die Cerro-Negro-Mine ihre Pforten öffnen, ein Jahr später Co­che­nour und Eleonore. Damit soll der Goldausstoß bis 2016 um 70 Prozent auf 4,2 Millionen Unzen gesteigert werden.  Im vergangenen Jahr förderte Goldcorp noch 2,5 Millionen Unzen. Zudem befinden sich zahlreiche weitere vielversprechende Explorationsprojekte in der Entwicklung.

Neuer Umsatzrekord
Wie gut die Geschäfte bei Goldcorp laufen, zeigten einmal mehr die jüngsten Quartalszahlen. Von Juli bis September erwirtschaftete die Gesellschaft mit 1,5 Milliarden US-Dollar einen neuen Rekordumsatz. Der bereinigte Gewinn belief sich auf 441 Mil­lio­nen Dollar oder 0,54 Dollar je Aktie. Damit gelang es Goldcorp, die Prognosen der Analysten deutlich zu schlagen. Diese gingen im Vorfeld von einem Gewinn in Höhe von 0,46 Dollar je Aktie aus. Die Goldproduktion stieg im Berichtszeitraum leicht auf 592.500 Unzen Gold. Damit liegt Goldcorp klar auf Kurs, dass es selbst gesteckte Produktionsziel erreichen wird, das Vorjahresergebnis leicht zu übertreffen. Besonders bemerkenswert: die weiterhin extrem niedrigen Kosten von nur 220 Dollar je Unze auf Beiproduktbasis.

Kooperation mit Fresnillo
Doch nicht nur bei den Quartalszahlen kann Goldcorp positiv überraschen, auch der jüngste Deal mit dem größten primären Silberproduzenten der Welt, Fresnillo, sorgte in Branchenkreisen für positives Feedback. Zusammen mit Fresnillo will Goldcorp in Mexiko ein neues Projekt entwickeln. Die Camino-Rojo-Liegenschaft soll neben umfangenreichen Gold- und Silbervorräten auch Blei und Zink beherbergen. Anfang 2013 soll hierzu eine Machbarkeitsstudie vorgelegt werden. Das Projekt befindet sich nur rund 50 Kilometer von Goldcorps Penasquito-Mine entfernt.

Günstiger Wachstumsgarant
Die Zeichen bei Goldcorp stehen weiterhin klar auf Wachstum. Mit einem 2013er-KGV von nur 12 ist das Unternehmen keinesfalls zu hoch bewertet.

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