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- Martin Weiß - stellv. Chefredakteur

Deutsche Telekom: Platzt der Verkauf der US-Tochter?

 Die Aktie des Bonner Telekomkonzerns rückt am Dienstag in den Fokus der Anleger und wird bis auf 11,52 Euro nach unten durchgereicht. Auslöser ist ein Bericht, wonach das amerikanische Justizministerium einen Verkauf von T-Mobile US blockieren könnte.

Wie Reuters am Montag unter Berufung auf vertrauliche Quellen berichtete, habe sich Masayoshi Son mit Vertretern der US-Aufsichtsbehörde FCC getroffen, um die Chancen für eine Fusion zwischen Sprint Nextel mit T-Mobile US auszuloten. Der Chef der japanischen Softbank hatte sich im vergangenen Jahr den drittgrößten amerikanischen Mobilfunkanbieter einverleibt und strebt nun die weitere Expansion an.

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11,52 €
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04.02.2014

Sprint ist seit langem an T-Mobile US interessiert. Die Tochter der Deutschen Telekom galt jahrelang als Pflegefall, erst unter dem neuen Vorstandschef John Legere gelang 2013 der Turnaround.

Branchenexperten sind sich trotz des Erfolgs sicher: Sowohl Sprint als auch T-Mobile US benötigen starke Partner an ihrer Seite, um langfristig im Wettbewerb mit den Marktführern AT&T Mobility und Verizon Wireless mithalten zu können. Diese Einschätzung galt bislang als gewichtigstes Argument im Tauziehen um eine Genehmigung der Behörden für solch einen Deal.

Sollte die FCC eine Fusion verhindern, so die Befürworter, würde sie längerfristig den Wettbewerb schwächen und somit das genaue Gegenteil von dem erreichen, was sie eigentlich will.

Aussagen von William Baer, dem obersten Wettbewerbshüter, nähren jedoch Zweifel an einer möglichen Firmenhochzeit. Baer hatte in der letzten Woche gesagt, dass er jeglichen Fusionsplänen unter den Top-4-Wettebewerbern skeptisch gegenüber steht.

Der Newsflow belastet die Aktie der Deutschen Telekom am Dienstag. Der DAX-Titel ist seit August von 9 Euro in der Spitze bis auf 13 Euro gestiegen – ein Plus von 44 Prozent. Ein Teil des Kursplus` dürfte den Hoffnungen auf einen Verkauf des US-Geschäfts geschuldet sein.

Charttechnisch hat sich der Himmel bei der Telekom etwas zugezogen. Nach Erreichen des Jahreshochs bei 12,92 Euro setzte eine Korrekturbewegung ein, die sich am Dienstag fortsetzt und die Aktie zunächst unter die horizontale Unterstützung bei 12 Euro laufen lässt. Die wichtigere Haltemarke liegt jedoch im Bereich von 11,60 Euro – hier verläuft der längerfristige Aufwärtstrend. Wird dieser Support ebenfalls gebrochen, droht ein Rückgang auf 10,80 Euro.

Fazit: Die Aktie bleibt eine Halteposition. Sehr mutige Anleger können bei 11,60 Euro ein Kauflimit platzieren und damit auf das Ende der Abwärtsbewegung spekulieren.

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