Silver Wheaton
- Marion Schlegel - Redakteurin

Der Ausnahme-Athlet

Mitte Februar – der große Ausbruch beim Silberpreis: Nach einem erfolgreich ausgebildeten Doppelboden wurde der Abwärtstrend seit Februar 2013 nach oben durchbrochen, genauso wie die 200-Tage-Linie. Bis jenseits der 22-Dollar-Marke ging es nach oben. Doch zuletzt musste das Edelmetall erneut einen herben Rückschlag ver­kraften. Zeitweise fiel er sogar unter die 20-Dollar-Marke zurück. Anleger sollten die aktuelle Phase nutzen, um das Engagement im Edelmetall-Sektor auszubauen.

Starkes Geschäftsmodell

Silver Wheaton
16,94 €
28,00 €
13,80 €
10.04.2014

Doch wie positioniere ich mich in der derzeitigen Phase als Anleger richtig? Ganz einfach, man setzt auf den aus Chance-Risiko-Gesichtspunkten besten Wert des Sektors: Silver Wheaton. Das Unternehmen unterscheidet sich von den klassischen Minenwerten durch sein besonderes Geschäftsmodell. Silver Wheaton betreibt selbst keine Minen, sondern kauft Silber von anderen Minenbetreibern auf, die das Edelmetall als Nebenprodukt fördern. Und das zu enorm günstigen Preisen: Durch langlaufende Verträge kann Silver Wheaton bei zahlreichen Minen Silber noch für weniger als vier Dollar je Unze beziehen. Das sichert enorm hohe Margen. Die Geschäftspartner erhalten eine Einmalzahlung sowie Beratungsleistungen von Silver Wheaton, tragen dafür aber das komplette Risiko des Betriebs der Mine. Silver Wheaton ist also beispielsweise vor potenziell stark steigenden Produktionskosten gefeit, profitiert aber dennoch überproportional von steigenden Silberpreisen.

Inzwischen bestehen Kontrakte mit 19 produzierenden Minen. Dabei ist das Risikoprofil extrem gut. Eine einzelne Mine steuert maximal 20 Prozent, meist sogar deutlich weniger, zur Gesamtproduktion bei. Erstklassig: Rund 70 Prozent der Minen von Silver Wheaton haben eine Lebensdauer von mehr als zehn Jahren. Insgesamt verfügt Silver Wheaton derzeit über mehr als 800.000 Unzen Silver-Reserven. Das ist der höchste Wert aller Silberfirmen weltweit.

Top-Minen-Portfolio

Einer der größten Silberlieferanten ist Goldcorps Penaquito-Mine. Hier wird das Minenleben sogar mit mehr als 20 Jahren veranschlagt. Ein Top-Projekt ist zudem die ressourcenreiche Zinkgruvan-Liegenschaft in Schweden. Silver Wheaton konnte mit dem Betreiber des Projekts, Lundin Mining, einen lukrativen Vertrag abschließen. Bei einer veranschlagten jährlichen Produktion von zwei Millionen Unzen Silber und einem Minenleben von fast 20 Jahren wurde Silver Wheaton eine garantierte Liefermenge von 40 Millionen Unzen Silber zugebilligt. Sollte dieser Wert unterschritten werden, erhält Silver Wheaton eine Strafzahlung. Jede Unze Silber erhält Silver Wheaton für nur 3,90 Dollar. Sollte der Silberpreis darunter fallen, müsste Silver Wheaton nur den tatsächlichen Marktpreis bezahlen.

Neben den produzierenden Minen hat Silver Wheaton außerdem noch fünf aus­sichtsreiche Projekte in der Entwicklung. Läuft alles nach Plan will Silver Wheaton von 2012 bis 2017 seine gesamte Silberäquivalent-Produktion um 45 Prozent auf 42,5 Millionen Unzen steigern. Hervorzuheben ist insbesondere Barrick Golds Pascua-Lama-Projekt. Aufgrund des gesunkenen Goldpreises wurde dieses zuletzt auf Eis gelegt, dies ist im Kurs bei Silver Wheaton bereits berücksichtigt. Sollte das Projekt in den kommenden Jahren aber doch starten, erhielte Silver Wheaton Zugang zu einem absoluten Weltklasse-Asset, was allein schon einen Kurszuwachs bei der Aktie rechtfertigen würde.

Zudem setzt Silver Wheaton seit dem vergangenen Jahr nun auch auf Gold. Durch eine Vereinbarung mit einer Tochter des Minengiganten Vale erhält Silver Wheaton einen festen Anteil der zukünftigen Goldproduktion von Vales Minen in Brasilien sowie im kanadischen Sudbury – und das zu Preisen von lediglich rund 400 Dollar je Unze.

Das Silber-Basisinvestment

Der gesunkene Silberpreis ist auch an Silver Wheaton nicht spurlos vorübergegangen. Aufgrund des besonderen Geschäftsmodells kann Silver Wheaton diese Dürrephase aber wie kein anderes Unternehmen überbrücken. Zudem sind die nächsten Jahre weiter auf Wachstum gepolt. Einige neue Minen dürften die Produktion deutlich ansteigen lassen. Die Aktie bleibt das Basisinvestment schlechthin im Silbersektor.

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