B+S Banksysteme
- Markus Horntrich - Chefredakteur

Das Jahr ist geritzt

Finanzsoftwarespezialist dürfte mit Auftrag die Jahresplanung gesichert haben.

Die B+S Banksysteme AG hat mit dem kürzlich gemeldeten Auftrag die Jahresplanung so gut wie eingetütet. Die Aktie ist reif für eine weitere Rallye.

B+S Banksysteme
3,00 €
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2,50 €
10.01.2011

Treue Leser von DER AKTIONÄR kennen die kleine Softwareschmiede B+S Banksysteme bereits gut, die Aktie wurde in der Vergangenheit mehrmals zum Kauf empfohlen. Nach der jüngsten Konsolidierung und den guten Meldungen in der letzten Woche dürfte sich ein erneuter Einstieg bei dem Nebenwert lohnen.
B+S erstellt und betreibt Standardsoftware-Lösungen zur Abwicklung von Finanzgeschäften bei Banken, Sparkassen und Industrieunternehmen. Mit diesen Lösungen ist B+S Marktführer im Bereich Electronic Banking in Deutschland. Die Produktpalette bietet B+S sowohl als klassisches Lizenzgeschäft als auch als ASP-Modell mit Betrieb im eigenen Rechenzentrum an.

Auftrag sichert fast Jahresplan

Wie das Unternehmen vor wenigen Tagen meldete, verzeichnete B+S alleine im Dezember einen Ordereingang von circa 1,6 Millionen Euro. Dies sind über 15 Prozent des geplanten Umsatzes für das laufende Geschäftsjahr (zum 30.06.2011) und die Bücher sind noch längst nicht geschlossen. Unter den Bestellern sind sowohl die Gemeinschaftsrechenzentren der Raiffeisen- und Volksbanken, als auch Privatbanken und Sparkassen zu finden. Der Kommentar von Vorstandschef Wilhelm Berger dazu: "Die Aufträge freuen uns natürlich sehr und unterstreichen, dass wir den eingeschlagenen Weg erfolgreich fortsetzen können. Außerdem sind es Signale, dass unsere Kunden mit unseren Softwarelösungen sehr zufrieden sind."

Konservative Ziele

B+S hat damit für das erste Halbjahr des Geschäftsjahres die selbstgesetzten Ziele erreicht und strebt weiterhin eine Ergebnissteigerung auf 20 bis 26 Cent je Aktie an (Vorjahr: 13 Cent). Wobei sich diese Prognose eher als zu konservativ erweisen sollte: Noch im Oktober erklärte Berger, dass vom geplanten Umsatz von 10,2 Millionen Euro für das Geschäftsjahr 2010/11 bereits 8,2 Millionen Euro als gesichert anzusehen seien. Für das erreichen des Jahresziels müssten nur noch gut zwei Millionen Euro akquiriert werden - 1,6 Millionen Euro hat die Firma nun geschafft. Es wäre sehr verwunderlich, wenn im laufenden zweiten Halbjahr nicht noch der kleine Rest oder sogar etwas mehr in die Bücher gespült würde.
Einen versteckten Hinweis, dass die Planung eher konservativ gehalten ist, gab der Vorstand bereits ab: „Unser Geschäftsmodell ist extrem hoch skalierbar. Wenn wir nur 10,2 Millionen Euro Umsatz machen, dann werden wir das Ergebnis nach Steuern dank optimaler steuerlicher Unternehmensstruktur knapp verdoppeln können, wobei ich bemerken möchte, dass es sich hier nicht um eine progressive, sondern eher um eine konservative Planung handelt", so Berger.

Jetzt zugreifen

Die Aktie befindet sich nach der Konsolidierung auf Erholungskurs. Charttechnisch würde sich bei einem Überwinden der Widerstandsmarke bei 3,05 Euro ein Kaufsignal ergeben. Spekulative Anleger greifen auf aktuellem Niveau mit Stopp bei 2,50 Euro zu.

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