SILVERCREST MINES
- DER AKTIONÄR

Comeback-Kandidat

Mit einem Minus von 35 Prozent hat der Silberpreis 2013 das schlechteste Jahresergebnis seit mehr als 30 Jahren eingefahren. Und auch im neuen Jahr kommt das Edelmetall nicht wirklich in die Gänge. Bislang zumindest – doch dies könnte sich schon bald ändern.

Vor allem die wirtschaftliche Erholung in den USA deutet darauf hin, dass Silber von der Industrie, die immerhin für fast die Hälfte der Nachfrage verantwortlich ist, ein steigendes Interesse erfahren könnte. Zudem kommen in den nächsten Jahren aufgrund von technologischen Entwicklungen weitere Nachfragekreise hinzu. Und auch die Investment-Nachfrage beispielsweise aus Indien ist nicht zu vernachlässigen. Seitdem die Einfuhr von Gold im Zuge von Restriktionen und Zöllen erheblich verteuert wurde, wird die traditionelle Goldnachfrage in Teilen durch Silber substituiert, so Florian Richardt, Manager bei der Heraeus Metallhandelsgesellschaft.

SILVERCREST MINES
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0,98 €
05.02.2014

Der Silberpreis könnte also durchaus in den kommenden Monaten in Richtung 27 Dollar laufen. Und davon dürfte in besonderem Maße Silvercrest Mines profitieren. Während nicht wenige Silberproduzenten mit extrem hohen Produktionskosten zu kämpfen haben und beim aktuellen Silberpreis sogar Verluste hinnehmen müssen, befindet sich Silvercrest klar in der Gewinnzone. Silvercrests Produktionskosten belaufen sich derzeit auf lediglich rund acht Dollar je Unze, während der Silberpreis bei etwa 20 Dollar notiert. Die finanzielle Basis stimmt also, zumal das Unternehmen voll finanziert ist und über keinerlei Schulden verfügt.

Und von der Projektseite her ist bei Silvercrest ohnehin alles bestens. Die Gesellschaft verfügt mit der Santa-Elena-Mine im mexikanischen Bundesstaat Sonora über ein absolutes Top-Projekt. Bereits im zweiten vollen Produktionsjahr erreichte Silvercrest dort einen Ausstoß von 2,4 Millionen Unzen Silberäquivalent. Im laufenden Jahr soll die Jahresproduktion dank einer Erweiterung der Anlage bereits auf rund 3,5 Millionen Unzen steigen.

Aber auch für zukünftiges Wachstum ist gesorgt. Silvercrest verfügt über weitere Explorationsgebiete in Mexiko wie das La-Joya-Projekt. Die Infrastruktur in dem Gebiet ist bereits hervorragend ausgebaut, die Investitionskosten dürften sich demnach im Rahmen halten. Bislang ist nur ein kleiner Teil der Flächen exploriert, das Potenzial für eine weitere Reserven- und Ressourcensteigerung ist demnach enorm.

Silvercrests erklärtes Ziel ist es, ein Silberproduzent mit mehr als zehn Millionen Unzen Silberäquivalent pro Jahr zu werden. Angesichts der hervorragenden Voraussetzungen und des sehr erfahrenen Managements dürfte dies nicht zu hoch gegriffen sein. Gelingt beim Silberpreis der Turnaround, dürfte die Silvercrest-Aktie zu den großen Gewinnern gehören.

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