Mastercard
- Norbert Sesselmann - Redakteur

Champions unter sich

Bayern München kann die Champions-League gewinnen. Mastercard ist schon jetzt ein Champion.

Für Bayern-München-Präsident Uli Hoeneß ist ein Traum wahr geworden. Bayern München ist ins Finale der UEFA-Champions-Leageu-Finale eingezogen. Mastercard-Kunden haben die Chance am 19. Mai hautnah dabei zu sein. Der Kreditkartenanbieter verlost bis einschließlich heute eine Reise zum Finale nach München.

Mastercard
345,00 €
450,00 €
260,00 €
30.04.2012

Mittendrin statt nur dabei

Mastercard ist offizieller Sponsor der UEFA Champions League und macht mit solchen offensiven Werbeaktionen immer wieder auf sich aufmerksam. „Wir möchten uns bei unseren Kunden für das entgegengebrachte Vertrauen bedanken, indem wir ihnen unbezahlbare Fußball-Momente schenken", erklärte Dagmar Nebhal, Marketing-Chefin von Mastercard in Deutschland.

Rekordmeister im Finanzsektor

Leisten kann sich der Kreditkartenhersteller diese Werbekampagne allemal. Trotz der verbreiteten Konjunktursorgen zeigten sich die Mastercard-Inhaber im letzten Jahr kauffreudig und wickelten über Mastercard-Systeme 863 Milliarden Dollar ab. Das bescherte dem US-Konzern ein Rekordergebnis. Die Umsätze legten um 21 Prozent auf 6,7 Milliarden Dollar zu, der Gewinn stieg sogar überproportional um 26 Prozent auf 3,5 Milliarden Dollar. An jedem Dollar, den Mastercard umsetzt, bleiben unter dem Strich rund 55 Cent hängen. Gewinnmargen, von denen andere Branchen nur träumen können.

Fein aus dem Schneider

Das Geschäftsmodell ist simpel. Mastercard wickelt für die Banken die Zahlungen zwischen Kunden und Einzelhandel ab und verdient an den Transaktionskosten. Der schwarze Peter für unbezahlte Kartenschulden liegt bei den Finanzinstituten, die ihren Kunden eine Mastercard-Kreditkarte zur Verfügung stellen.

Vergessen Sie die Commerzbank

Neben stabilen Zuwachsraten beim Ergebnis überzeugt Mastercard an der Börse durch eine beeindruckende Kursentwicklung. Die Aktie hat in den vergangenen zwölf Monaten gut 75 Prozent zugelegt - ganz im Gegensatz zu den meisten anderen Finanzwerten. Die Commerzbank beispielsweise hat im gleichen Zeitraum über 50 Prozent an Wert eingebüßt. Wer bei Mastercard schon länger investiert ist, kann sich wirklich freuen. Ein Anleger, der 2006 beim Börsengang für 10.000 Euro Mastercard-Aktien gekauft hat, hat sein Startkapital auf 91.500 Euro mehr als verneunfacht.

Smartphone statt Portemonnaie

Diese starke Kursentwicklung dürfte sich weiter fortsetzen. Für Fantasie sorgen mobile Bezahlsysteme. Hier mischt Mastercard kräftig mit: So ist der US-Konzern mit Google im letzten Jahr eine Partnerschaft eingegangen. Der Internetgigant bietet mit Google Wallet eine Bezahlmethode via Smartphone an. Ein weiteres Bezahlsystem für mobile Endgeräte ist ISIS. Hierbei handelt sich es um ein Gemeinschaftsprojekt von AT&T, Verizon und T-Mobile USA. Auch hier hat Mastercard eine Partnerschaft vereinbart. Technisch setzen beide System auf Near Field Communication (NFC) für berührungsloses Bezahlen.

So einfach geht es

Die Umsetzung ist sehr einfach. Man trinkt einen Cappuccino in seinem Lieblingscafé. Doch statt die Geldbörse zu zücken, um mit Bargeld, der EC- oder Kreditkarte zu bezahlen, nimmt man einfach sein Smartphone. Dieses hält der Kunde an ein Lesegerät und die Transaktion ist in Sekunden beendet. Hierbei können Kunden zwischen zwei Optionen wählen: Beim automatischen Modus werden kleinere Beträge von beispielsweise 25 Euro ohne Passworteingabe und Unterschrift freigegeben, der manuelle Modus fragt vor einer Bezahlung das zuvor festgelegte Passwort ab.

Milliardenmarkt

Die Wachstumsraten für diese neuen mobilen Bezahlsysteme sind in der Tat gigantisch und sollen laut den Marktforschungsexperten von Juniper bei 700 Prozent bis 2015 liegen. Lag das Volumen 2011 noch bei 67 Milliarden Euro, wird es voraussichtlich bis 2015 auf 525 Milliarden Dollar explodieren.

Ohne Mastercard geht nix

Mastercard hat dieses Potenzial erkannt und sich durch Partnerschaften frühzeitig in diesem lukrativen Wachstumsmarkt positioniert. Auch in Zukunft werden Internet- und Telekom-Firmen einen oder mehrere Kreditkartenanbieter mit ins Boot holen. Das Know-how von Mastercard und Co wird weiterhin gefragt bleiben. „Wir sehen aktuell eher Kooperation als Konfrontation", so das Mastercard-Management. Bestätigt wurde diese Einschätzung durch eine Meldung in der vergangenen Woche: Nokia wird im dritten Quartal das Modell Lumia 610 mit einem NFC-Funkchip auf den Markt bringen. Die Abwicklung läuft auch hier unter anderem über den Kreditkarten-Anbieter Mastercard.

Die Rekordjagd geht weiter

Die Aktie des Kreditkartenunternehmens ist trotz der fulminanten Kursrallye nicht zu hoch bewertet. Für 2012 rechnen Analysten mit einem Gewinnanstieg um 22 Prozent auf 3,7 Milliarden Dollar. Für 2013 ist bereits mit einem Gewinn von 4,9 Milliarden Dollar zu rechnen, 2014 sogar mit 5,7 Milliarden Dollar. Die Gewinnmarge wird in diesem Zeitraum weiterhin zunehmen (siehe Grafik). Für das laufende Jahr errechnet sich ein KGV von knapp 19. Angesichts der starken Stellung und der hohen Wachstumsraten eröffnen sich damit noch deutliche Kurs-Chancen. Das sehen auch die Analysten: Von 38 Analysten, die den Wert beobachten, raten 27 zum Kauf und keiner zum Verkauf. Elfmal lautet das Rating „Halten".

Eingebauter Inflationsschutz

Kommt es in den nächsten Jahren zu einer Geldentwertung - welche aufgrund der expansiven Geldpolitik der Notenbanken nicht unwahrscheinlich ist - ist man mit den Aktien von Mastercard gut geschützt. Steigen die Preise, steigen auch die Einnahmen, ohne dass zusätzliche Kosten entstehen.

Champion fürs Depot

Eine starke Marktstellung, hervorragende Wachstumsperspektiven und ein guter Schutz vor Inflation - das sind drei Gründe, die für einen Einstieg bei Mastercard sprechen. Zudem ist die Aktie mit einem KGV von 19 nicht zu teuer. Langfristig ist eine Kursentwicklung wie in der Vergangenheit wahrscheinlich.

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