Data Modul
- Thomas Bergmann - Redakteur

Bestens im Bild

Das Unternehmen wagt einen Ausblick bis 2015. Der hat es in sich.

Die europäische Wirtschaft befindet sich in einer Rezession - zwei Quartale in Folge sank die Wirtschaftsleistung. Dies geht auch nicht spurlos an den Unternehmen im Euroraum vorüber. Zahlreiche Gesellschaften mussten bereits ihre Prognosen für das Gesamtjahr reduzieren, anderen steht es wahrscheinlich noch bevor.

Data Modul
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21.11.2012

"Kein Einbruch zu spüren"

Anders schauen die Verhältnisse bei der Data Modul AG (WKN 549 890) aus. Die Münchner sind der größte unabhängige Display-Technologiepartner in Europa. Allerneueste Displaylösungen, Embedded-Systeme und Easy-Touch-Technologien von Data Modul sind weltweit in Elektronik-Industrieanwendungen und Informationssystemen zu finden, die einen hohen Qualitätsstandard erfordern.

Und die Nachfrage scheint ungebrochen: "Bei unseren Kunden ist noch kein Einbruch zu spüren", bekundet der Unternehmenslenker Peter Hecktor im Gespräch mit dem AKTIONÄR. Unternehmen wie Miele, Audi oder Rational würden kräftig Displays bei den Münchenern bestellen. Auch vor dem Jahr 2013 ist Hecktor nicht bange: "In den USA herrscht nicht erst seit der Obama-Wiederwahl Aufbruchsstimmung. Im nächsten Jahr wird uns der Markt dort viel Freude bereiten."

Ausblick auf 2015

Auch in den darauffolgenden Jahren will der Konzern stark wachsen. Bis 2015 will Hecktor den Umsatz rein organisch auf rund 180 Millionen Euro (2011: 140,9 Millionen Euro) steigern. Dies entspricht einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von circa sechs Prozent. Die EBIT-Rendite wird 2015 weitgehend stabil bei rund acht Prozent erwartet (2011: 7,2 Prozent). Die Aktionäre sollen an dieser erfreulichen Entwicklung auch in Form einer steigenden Ausschüttung partizipieren. Die Dividende soll bis 2015 auf über 1,00 Euro pro Aktie ansteigen, was bei aktuellen Preisen einer Rendite von deutlich mehr als sechs Prozent entspricht.

Thema Zukäufe

Um eventuell noch schneller wachsen zu können, halte man ständig Ausschau nach Zukäufen. "Entsprechende Gespräche laufen", sagt Hecktor. Die Kasse sei gut gefüllt, zudem habe man über die Zeit mehr als drei Prozent der eigenen Aktien zurückgekauft. "Mögliche Akquisitionen stellen zusätzliche Potenziale dar, die in den bisherigen Planungen noch nicht enthalten sind", heißt es.

Extrem günstig

Fundamental betrachtet hat die Aktie von Data Modul noch reichlich Luft nach oben. In den ersten neun Monaten hat der Konzern 1,83 Euro je Aktie - inklusive Sondereffekt von 31 Cent - verdient. Im vierten Quartal könnten noch einmal 50 Cent dazukommen, woraus sich ein aktuelles KGV von unter 7 errechnet. Geht man davon aus, dass der Markt 2013 nicht völlig zusammenbricht, sollte die Gesellschaft auch 2013 zwischen 2,10 und 2,20 Euro verdienen und darüber hinaus eine attraktive Dividende von 60 Cent pro Aktie ausschütten.

Kurz vor Kaufsignal

Bleibt ein Blick auf die charttechnische Situation. Hier wird schnell deutlich, dass sich bei einem Sprung über die Marke von 16 Euro die Aufwärtsbewegung der letzten Monate noch einmal beschleunigen könnte. Das Mindestziel läge dann bei rund 19 Euro, dem Hoch vom Mai 2008.

Data Modul

30-Prozent-Chance

Data Modul ist aus mehreren Gesichtspunkten eine Investition wert. Auf Sicht von zwölf Monaten sind Kurse um 20 Euro mindestens erreichbar.

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