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- Thomas Bergmann - Redakteur

Beruhigungsmittel fürs Depot

Lange galt für die Fresenius-Aktie nur ein Weg: der nach oben. Zwischen April 2009 und Februar 2014 hatte sich der Kurs des Medizinkonzerns fast verfünffacht. Doch ein vorsichtigerer Ausblick für 2014 sowie die Ereignisse auf der Krim hatten den Bilderbuchtrend fürs Erste gestoppt und für einen Kursrückgang um zwischenzeitlich rund 13 Prozent gesorgt.

Gewinnschub für Helios

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24.03.2014

Auf lange Sicht allerdings sind die aktuellen Kurse Kaufkurse. Anlass zu Optimismus gibt unter anderem die Übernahme der Krankenhäuser von Rhön-Klinikum. Fresenius-Chef Ulf Schneider rechnet damit, dass die Häuser in dem größeren Klinikverbund mit der Fresenius-Tochter Helios mehr Gewinn erzielen werden: "Die neuen Kliniken sind leistungsfähig und haben bei Helios beste Perspektiven, sich medizinisch und wirtschaftlich weiterzuentwickeln", sagte er.

Die neuen Häuser sollten unter dem Helios-Dach eine EBIT-Marge zwischen 12 und 15 Prozent (bei Rhön waren es zehn Prozent) erreichen und bereits im Geschäftsjahr 2014 einen positiven Beitrag zum Ergebnis je Aktie von Fresenius leisten. Schneider bestätigte auch das Synergieziel von 85 Millionen Euro pro Jahr ab 2015.

Noch Pfeile im Köcher

Die Übernahme der Rhön-Kliniken dürfte noch nicht die letzte gewesen sein. Schneider will bis 2017 den Umsatz um 50 Prozent auf 30 Milliarden Euro steigern. Der Gewinn soll von 1,0 auf 1,4 bis 1,5 Milliarden Euro zulegen.

Berenberg-Analyst Tom Jones erwartet zwischen 2015 und 2019 ein Gewinnwachstum von durchschnittlich elf Prozent. Sein Kursziel lautet auf 130 Euro.

Optisch verbilligen

Um die Aktie für breite Anlegerkreise attraktiver zu machen, plant Fresenius einen Aktiensplit im Verhältnis 1:3. Der Konzern will der Hauptversammlung am 16. Mai einen entsprechenden Vorschlag unterbreiten und anschließend entsprechende Gratis­aktien ausgeben.

Fresenius; Chart;

Basisinvestment

Fresenius ist aufgrund der demografischen Entwicklung in Deutschland ein Basisinvestment im Gesundheitsbereich. Zusätzliche Fantasie schürt der angekündigte Aktiensplit. Wem die Aktie zu langweilig ist, kann mit dem Turbo-Call von Vontobel die Performance in etwa verdoppeln.

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