Bauer
- Michael Schröder - Redakteur

Auf das Kaufsignal bauen

Eine starke Auftragslage, gute Perspektiven und eine aussichtsreiche Charttechnik sprechen für steigende Kurse bei diesem SDAX-Wert.

Der technische Startschuss für eine Aufholjagd der Bauer-Aktie (WKN 516 810) steht kurz bevor. Mit der Rückkehr zu alten Umsatzrekorden im Blick könnte der SDAX-Wert 2011 durchstarten.

Bauer
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31.01.2011

2008 war für den im SDAX notierten Maschinenbau- und Baukonzern Bauer das Rekordjahr schlechthin. Wegen der Finanzkrise haben sich die Schrobenhausener davon ein Stück weit entfernt, bewegen sich aber wieder darauf zu. Je nachdem, wie schnell das passiert, könnte sich die Bauer-Aktie von einem Underperformer im SDAX zu einem Outperformer entwickeln. Zwar konnte der Wert 2010 um rund 21 Prozent zulegen, der Index schaffte jedoch ein deutlicheres Plus von 45 Prozent.

Starke Pipeline, gute Perspektiven

Für den Anbieter von Dienstleistungen, Maschinen und Produkten für Boden- und Grundwasserarbeiten spricht zum einen die gut gefüllte Projektpipeline. Viele Bauvorhaben wurden wegen der Sparzwänge im Zuge der Finanzkrise lediglich zeitlich verschoben. Zum anderen dürfte Bauer aus den weltweiten Infrastrukturmaßnahmen Profit schlagen können. Auch im Bereich der erneuerbaren Energien dürfte Bauer mittel- bis langfristig punkten können. Bisher ist das Thema Geothermie mit einem Anteil von unter einem Prozent bei der Stromerzeugung aus regenerativen Quellen zwar eher unbedeutend, aber die Vorteile dieser Technologie werden in den nächsten Jahren zu einem deutlichen Ausbau dieses Bereichs führen.

Auftragsbücher füllen sich

Vor diesem Hintergrund ist davon auszugehen, dass die Auftragsbücher bei Bauer in den nächsten Quartalen weiter dicker werden und insbesondere aus den Emerging Markets wieder kräftig Orders kommen werden. „Die Auftragslage entwickelt sich - mit Ausnahme des Maschinenbaus - zufriedenstellend und zeigt, dass die Bauer-Gruppe bei größeren Projektvorhaben immer wieder Chancen für sich nutzen kann", so Prof. Thomas Bauer bei der Vorlage der 9-Monatszahlen für 2010. Grund zur Zuversicht gibt das Plus beim Auftragseingang von 27,7 Prozent auf 1,04 Milliarden Euro. Die entscheidende Frage ist, wie schnell Bauer wieder zu den alten Rekordwerten zurückfinden kann. Die breite Spanne bei den Analystenschätzungen drückt die Unsicherheit diesbezüglich gut aus. Beim Gewinn je Aktie reicht diese für 2011 von 2,50 Euro bis 3,44 Euro je Aktie. DER AKTIONÄR geht davon aus, dass bei rund 1,2 Milliarden Euro Umsatz ein Gewinn je Aktie von 2,78 Euro erzielt wird, was einem KGV von 13 entsprechen würde. Für 2012 reduziert sich die Kennzahl auf moderate 10.

Vor Kaufsignal

Die Aktie startet in einem schwachen Marktumfeld relativ stabil in die neue Handelswoche. Gelingt der Sprung über die signifikante Widerstandszone zwischen 37 und 38 Euro, würde ein neues Kaufsignal generiert. Im Anschluss ist mit einer Beschleunigung der Aufwärtsbewegung bis in den Bereich um 43,00 Euro zu rechnen. Das mittelfristige Kursziel liegt im Bereich um 50,00 Euro. Ein Stoppkurs bei 31,25 Euro sichert ab.

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