RUDOLF WOEHRL ANL 18
- Jochen Kauper - Redakteur

Attraktives Modehaus

Diese Anlage lockt mit einer attraktiven Rendite.

So oft wie möglich besucht Olivier Wöhrl die Heimspiele des 1.FC Nürnberg. Es sei denn, sein Terminkalender macht ihm einen Strich durch die Rechnung. Einen Lieblingsspieler hat Wöhrl nicht. "Der gesamte Mannschaftskader ist jung und sympathisch", sagt Olivier Wöhrl, Seit mehreren Jahren unterstützt der Modefilialist den Nürnberger Club, schließlich werden aus Nürnberg die Geschickte des Wöhrl-Konzerns gesteuert. Jetzt ist das Modehaus selbst in die offensive gegangen. Via Anleihe (WKN A1R 0YA) hat sich Wöhrl rund 30 Millionen Euro beschafft. 

RUDOLF WOEHRL ANL 18
106,65 €
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85,00 €
13.02.2013

Erfolgreich

Der wesentliche Teil des Emissionserlöses soll für den Erwerb und Modernisierung von Modehäusern und zur Finanzierung des organischen Wachstums verwendet werden. So verhandelt Wöhrl derzeit über eine Kaufoption zum Erwerb der SinnLeffers GmbH. Auch die Eröffnung neuer Modehäuser steht auf dem Investitionsplan. Der verbleibende Teil der zufließenden Mittel, rund ein Drittel, soll zur Optimierung der Finanzierungsstruktur, verwendet werden. "Das weitere Wachstum in Kombination mit der nachhaltigen Steigerung unserer Ertragsqualität liegt mir besonders am Herzen. Unsere Vision ist es, der erfolgreichste familiengeführte Modefilialist in Deutschland zu werden", sagt Vorstandschef Wöhrl.

Harte Bandagen

Die Wettbewerbssituation hat sich in den letzten Jahren allerdings zugespitzt. Internethändler wie Zalando machen Wöhrl das Leben schwer. Aber auch das gestiegene Preisbewusstsein der Kunden erschwert das Geschäft. Da kann es schon vorkommen, dass mancher Kunde dem Designerlook zum Discountpreis verfällt, wie er zum Beispiel von Primark mit riesigem tamtam angeboten wird. Dennoch kann Wöhrl auf eine hohe Loyalität der Kundschaft verweisen. Über 1,5 Millionen sind im Besitz einer Wöhrl-Stylecard. "Wir machen über 65 Prozent mit unseren Stammkunden. Das ist natürlich für uns ein  wichtiger Faktor. Wir glauben, dass e-commerce ein Thema sein wird. Aber ein  Online-Geschäft richtig profitabel zu betreiben ist sicherlich schwierig.  Das liegt einerseits an  den derzeit hohen Retourenqoten sowie an zahlreichen anderen Herausforderungen im Bekleidungsgeschäft. Beispielhaft wären da die Passform der Kleidung, verschiedene Trends oder auch Material und Anmutung zu nennen.  Wir sind da mit unserem erstklassigen Service und der guten Beratung derzeit hervorragend aufgestellt", sagt Wöhrl.

 

Gelungener Schachzug

Vor kurzem ist der Vorstandsmannschaft von Wöhrl ein echter Coup gelungen. Zu Beginn des Jahres gab man die Übernahme der SinnLeffers GmbH bekannt. SinnLeffers hat 22 Modehäusern überwiegend im Nordwesten Deutschlands. Geschäftsmodell sowie Zielgruppe von Wöhrl und SinnLeffers sind nahezu identisch. Von daher werden sich Synergiepotentiale im Einkauf, Logistik und der Verwaltung ergeben. Ganz nebenbei bemerkt  wird sich dadurch der Umsatz des neu zusammengestellten Konzerns auf mehr als 600 Millionen Euro verdoppeln. "Nicht was die Standorte angeht, auch die Beschaffung oder der strategischen Ausrichtung sowie die Sortimentspolitik ist SinnLeffers eine wunderbare Ergänzung. Wir gehen hier eine gesunde und sehr gute Verbindung ein. Ich glaube dass wir hier einen sehr guten Schritt gemacht haben", ergänzt Olivier Wöhrl.

Interessante Anleihe

Wöhrl ist gut positioniert. Die Anleihe ist mit einem Zinssatz von 6,5 Prozent eine reizvolle Geschichte. Seit dem Börsengang ist das Papier bereits auf 106,65 Prozent nach oben gelaufen. Das Papier hat eine Laufzeit von fünf Jahren.

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