Paragon
- Jochen Kauper - Redakteur

Ab auf die Überholspur

Die ersten Produkte hat Klaus-Dieter Frers noch im eigenen Wohnzimmer zusammengeschraubt. Im Anschluss hat der Unternehmer im ehemaligen Güterschuppen des Delbrücker Bahnhofs den Grundstein für die heutige Paragon AG gelegt. Das war vor rund 25 Jahren. Mittlerweile macht Paragon mehr als 70 Millionen Umsatz im Jahr, hat Werke in Delbrück, Suhl und Nürnberg

Innovationen
Paragon ist Zulieferer für Autohersteller wie Volkswagen, BMW oder Daimler, produziert Sensoren und Mikrofone, elektrisch verstellbare Spoiler und Schnittstellen für den Anschluss externer Geräte an die Fahrzeugelektronik. Dabei profitiert die Firma vor allem vom Antrieb seines Firmenchefs: Klaus-Dieter Fresrs. Frers tüftelt, probiert immer wieder Neues aus.
 

An Bord der Premiumhersteller
Rund 60 Prozent der Erlöse erzielt Frers und seine Mannschaft mit der Creme de la Creme der deutschen Autobauer. Die Branche ist zyklisch. Derzeit brummen die Verkäufe in China und den USA, dagegen herrscht in Europa noch immer Tristesse. Hier liegen die Automobilverkäufe noch immer am Boden. Erste Zeichen einer Erholung sind jedoch erkennbar. In den ersten neun Monaten des Jahres 2013 hat Paragon 52,2 Millionen Euro umgesetzt. Erwartungsgemäß fiel der Umsatz aufgrund der Werksferien der Fahrzeughersteller im dritten Quartal um 2,6 Millionen Euro geringer aus als im zweiten Quartal. „Sowohl vom Umsatz als auch vom EBIT her erwarten wir ein starkes viertes Quartal 2013. Im vierten Quartal steht auch die Abrechnung von in 2013 entstandenen Entwicklungskosten an Kunden an, sodass die Jahresprognose aus heutiger Sicht bestätigt werden kann“, sagt Paragon-Vorstand Klaus Dieter Frers.

Auf Wachstum programmiert

Frers hat sich längst neue Wachstumsmärkte gesucht. Dazu zählt er das Segment Elektromobilität. Innerhalb kürzester Zeit wurde eine eigene Batteriepackproduktion aufgezogen. „Im Vergleich zu unseren anderen Geschäftsfeldern haben wir hier einen völlig anderen Weg eingeschlagen“, sagt Paragon-Sprecher Matthias Hack. Soll heißen: Paragon hat sich vorerst die Hersteller von leichten Nutz- und Flughafenfahrzeuge statt der großen Autobauer als Zielgruppe ausgesucht. Als Kunde wurde vor kurzem kein geringerer als Vossloh Kiepe (Umsatz 150 Millionen Euro) gewonnen. Unter dem Dach der Vossloh AG ist die Firma der Weltmarktführer für elektrisch angetriebene Busse. Erste Aufträge zwischen Paragon und Vossloh Kiepe sind bereits unter Dach und Fach. „Jetzt kommt richtig Volumen“, freut sich Paragon-Sprecher Matthias Hack über den gelungenen Deal.

Nächster Schritt
Großes Potenzial sieht Frers auf für das Geschäftsfeld der so genannten Karosserie-Kinematik. Dazu zählen zum Beispiel per Elektromotor oder hydraulisch verstellbare Spoiler um die Aerodynamik der Autos zu verbessern. „Erste große Aufträge wurden in den letzten Wochen abgeschlossen“, sagt Hack. „Vor allem im Jahr 2014 werden die beiden Geschäftsfelder Karosserie-Kinematik und Elektromobilität stark zum Umsatz beitragen“, erläutert Vorstand Frers.

Gut im Rennen
Der hohe Auftragsbestand und weitere Produkt-Neueinführungen werden den Umsatz in den nächsten Quartalen kräftig anschieben. Auch das Geschäftsfeld Elektromobilität durch die Kooperation mit Vossloh Kiepe verspricht jede Menge Fantasie. An schwachen Tagen wie heute: Kaufen!



Paragon
10,10 €
14,00 €
8,50 €
20.11.2013

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