- Sebastian Schinhammer - Redakteur

Zinspilot: Höhere Rendite beim Tagesgeld

Wer heutzutage spart, verliert Geld. Dass das nicht unbedingt sein muss, zeigt das Start-up Zinspilot seit 2014 für den Privatkunden-Markt.

DER AKTIONÄR: Herr Dr. Sievers, heutzutage bekommt der Kunde zwischen null und 0,5 Prozent für sein Tagesgeld in Deutschland. Zinspilot bietet hier deutlich mehr an. Wie funktioniert das?

Dr. Tim Sievers: Gerade für deutsche Anleger ist eine Cash-Komponente in ihrem Portfolio wichtig. Darum bieten wir vernünftige Tages- und Festgeldprodukte ohne großen Aufwand. Über ein Zinspilot-Konto kann der Kunde auf Angebote von verschiedenen Banken zugreifen. Das Geld kann so auf die jeweiligen Geldhäuser und unterschiedlichen Laufzeiten verteilt werden. So wie es der Kunde benötigt.

Wie viele Banken sind bei Zinspilot angeschlossen?

Wir haben bislang drei Banken angeschlossen und haben kürzlich die erste Auslandsbank online gestellt: Die Austrian Anadi Bank bietet 1,22 Prozent Zins für sechs Monate und 1,66 Prozent für drei Jahre bei einer Top-Einlagensicherung. Zusätzlich bieten wir einen Erstanlagebonus von 30 Euro. Wir sind dabei, unser Portfolio weiter auszubauen – bis Ende des Jahres werden 20 bis 30 Angebote auf unserer Plattform verfügbar sein. Aktuell überwiegen bei uns die kurzen Laufzeiten. Anleger wollen flexibel bleiben und sich aktuell nicht langfristig binden.

Wie sieht Ihre Zielgruppe aus?

Die Hälfte der Leute ist älter als 55, gebildet, wohlsituiert und gut über den Markt informiert. Wir haben auch unsere Prozesse auf die einzelnen Kundengruppen gezielt ausgerichtet: Nicht jeder muss unbedingt Onlinebanking machen, um bei Zinspilot anlegen zu können. Der komplette Vorgang kann über einen Überweisungsträger passieren – PINs und TANs sind nicht vonnöten. Natürlich gibt es auch die Möglichkeit der Sofortüberweisung mittels zweier Klicks online. Allein 30 Millionen Deutsche halten Einlagenprodukte, die wir je nach Wunsch bedienen können.

Wodurch grenzen Sie sich von Ihren Mitbewerben ab?

Unser Alleinstellungsmerkmal ist die Ein-Konto-Lösung – einmalig in Europa. Der Kunde hat dadurch einen hohen Nutzungskomfort und kann sowohl bequem als auch schnell sein Geld optimal anlegen.

Zinspilot ist eine optimierte Bankdienstleistung. Wird es im Fintech-Bereich große Disruptionen geben?

Ich denke, Kooperationsmodelle werden siegen. Banken sind eher behäbig und scheuen Innovationen. Viele Startups unterschätzen die Herausforderungen, bringen dafür Ideen und Geschwindigkeit – Banken die regulatorische Sicherheit.

Vielen Dank für das Gespräch.

 

 

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