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- Fabian Strebin - Redakteur

Fintech Award 2016: United Signals

DER AKTIONÄR hat anlässlich des EURO FINANCE AWARD 2016 die nominierten Start-ups näher unter die Lupe genommen. Mit dabei war auch das Fintech United Signals. Das komplette Fintech-Spezial finden Anleger in Ausgabe 47/16

United Signals: Roboter übernehmen SIe!

Früher konnten nur institutionelle Investoren, Family Offices und Superreiche in bestimmte Branchen oder Länder investieren. Den Privatanlegern war der Zutritt meist versperrt. ETFs haben für Sparer das Anlageuniversum deutlich erweitert und exotische Branchen für sie geöffnet. Die Investmentstile der Profis sind meist weiterhin nur Insidern zugänglich. Daniel Schäfer und Heiko Seebach wollten das ändern und gründeten 2011 United Signals mit der Idee eine globale Plattform für Investmentstrategien zu schaffen. Erstmals konnten Privatanleger hier die aktiv gemanagten Strategien von geprüften Experten nachbilden.

Seit April 2016 können Anleger bei United Signals auch ETF-Portfolios für die Gestaltung ihrer Geldanlage nutzen. Bevor es losgeht, wählt jeder Investor sein persönliches Risikoniveau aus. Ein integriertes Risikomanagement-System überwacht dann während des gesamten Investmentprozesses verschiedene Kennziffern. So soll verhindert werden, dass das vom Anleger tolerierte Risiko überschritten wird. Bei den ETF-Portfolios wird mit dem sogenannten Rebalancing gearbeitet. Weichen während der Investitionszeit die Anteile der Einzelwerte stark von der Anfangszusammensetzung ab, wird das Ursprungsverhältnis wieder hergestellt. Kunden können je nach persönlicher Risikotoleranz zwischen verschiedenen Arten des Rebalancing wählen.

Rein erfolgsabhängiges Gebührenmodell bei Strategien, niedrige Gebühren bei ETF-Portfolios

United Signals gehört auch zu den ersten Anbietern, bei denen ETF-Investments in Realtime möglich waren. Die Firma arbeitet hier mit dem ETF-Platzhirsch BlackRock zusammen. „Es eröffnet sich damit ein neuer Handlungsspielraum, der es erlaubt, einen individuellen Investmentmix noch optimaler an das persönliche Risiko-Rendite-Profil anzupassen“, sagt Gründer Schäfer gegenüber dem Extra Magazin. Der Charme für Sparer in der Zinswüste liegt auch noch anderswo. Kunden können United Signals kostenlos nutzen. Wer mit Hilfe der genutzten Anlagestrategien der Profis Gewinne erzielt, gibt einen Teil seiner erzielten Gewinne ab. Allerdings nur dann, wenn die Strategien am Monatsende einen neuen Kapitalhöchststand für ihn erzielt haben. United Signals beteiligt sich dann am Überschuss mit 20 Prozent plus Mehrwertsteuer. Management-Gebühren, Ausgabeaufschläge und Ähnliches fallen dagegen nicht an. Laut Unternehmen bleibt nur ein Viertel der Gewinnbeteiligung im eigenen Haus, der Rest geht an den ausführenden Händler. Anders sieht es bei den passiven ETF-Modellen aus. Hier entrichten die Kunden bei einer Anlage bis zu 10.000 Euro lediglich0,49 ProzenServicegebühren pro Jahr zuzüglich der anfallenden Bank- und ETF-Gebühren. Bei höheren Summen sinkt die Servicegebühr auf bis zu 0,29 Prozent.

Pionier bei Anlagestrategie

United Signals sticht nicht nur damit hervor, dass Anleger Investmentideen von Profis nachbilden können. Das Start-up war auch einer der ersten Anlagevermittler, die sowohl aktive als auch passive ETF-Portfolios anboten. Privatpersonen können zur Diversifikation ihres Portfolios beide Strategiearten kombinieren. Doch man will nicht nur Privatkunden gewinnen. Für Banken, Investmentfirmen und alle anderen professionellen Anleger werden verschiedene Asset-Management-Lösungen angeboten. Punkten wollen Schäfer und Seebach hier mit White-Label-Solutions. Darunter versteht man Produkte, die nicht unter dem Namen des Herstellers angeboten werden. Stattdessen werden sie an Firmen verkauft, die die Systeme dann als Eigenmarke vermarkten. United Signlas bietet für die Finanzbranche beispielsweise Systeme für Robo-Advising, oder Social Investing an. Geschäftskunden sollen so Produkte an die Hand bekommen, mit denen sie bei sinkenden Margen gegensteuern können. Über die digitalen Vermögensverwaltungslösungensollen Prozesse effizienter werden und die Unternehmen neue Kundengruppen gewinnen können. Zudem will United Signals mit der Kombination aus aktiven und passiven Investmentmodellen punkten, da dadurch auch in fallenden Marktphasen Gewinne erzielt werden können.

 


 

Kasse statt Masse

Autor: Fisher, Ken
ISBN: 9783864703188
Seiten: 352
Erscheinungsdatum: 22.07.2015
Verlag: Börsenbuchverlag
Art: gebunden/Schutzumschlag
Verfügbarkeit: als Buch und als eBook erhältlich

Weitere Informationen und Bestellmöglichkeiten finden Sie hier

Ken Fisher ist unter Investoren und Börsianern eine Legende. Als Anleger ist er ein sogenannter Contrarian. Das heißt, er denkt und handelt anders, als es die Masse der Anleger tut. Sind alle skeptisch, steigt er ein. Sind alle euphorisch, wird er vorsichtig. In diesem Buch zeigt Ken Fisher, warum man als Contrarian an der Börse mehr Erfolg haben kann und meistens auch wird, als es normalen Anlegern vergönnt ist. Und er erklärt Ansätze und Strategien, mit denen jeder Leser selbst zum Contrarian werden und an der Börse Geld verdienen kann.

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