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O’zapft is: Karlsberg bringt süffige Anleihe

Jochen Kauper

Das Segment für Mittelstandsanleihen bekommt endlich wieder Zuwachs. Die Traditionsbrauerei Karlsberg wird eine Anleihe auflegen. Das Papier ist mit einem Kupon von 7,375 Prozent ausgestattet. Damit liefert man hochprozentiges nicht nur für die Bierliebhaber, sondern auch für den Anleger.

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Am 10. September startet die Zeichnungsfrist für die Anleihe. Bis zu 30 Millionen Euro will die Traditionsbrauerei Karlsberg dadurch einnehmen. „Karlsberg hat in der Branche den Ruf der Innovationsbrauerei. Und allumfassende Innovation gehört bei uns seit Unternehmensgründung zum Geschäft. Das ist einer der Gründe, weshalb wir im vergangenen Jahr mit unserem Getränkeabsatz entgegen dem allgemeinen Markttrend gewachsen sind", sagt Christian Weber, Verantwortlicher für die strategische Unternehmensführung der Gruppe.

Ideenschmiede

Kreativ waren die Herren der Karlsberg Brauerei schon immer. Im Jahr 1996 brachten die Homburger ein Mixgetränk bestehend aus Cola und Bier auf den Markt. Genannt wurde die Kreation aus dem Hause Karlsberg einfach MiXery. Das Getränk ist bis heute ein großartiger Erfolg und unter den Bioermischgetränken noch immer die unangefochtene Nummer 1. Größtenteils entfällt der Umsatz aber auf traditionelle Getränke wie das Karlsberg UrPils oder das Feingold. Im Segment der alkoholfreien Getränke hat man sich mit Gründels positioniert. „Unser Produktportfolio ist sehr facettenreich und wird in erster Linie von unseren Kernmarken Karlsberg, Mixery und Gründel's Alkoholfrei getragen. Mit diesen starken Marken treffen wir den Verbrauchergeschmack und sind in den Wachstumssegmenten des deutschen Biermarktes gut positioniert", so Weber.

Gute Zahlen

Der Getränkeabsatz der Karlsberg Brauerei lag im Jahr 2011 bei rund 2,8 Millionen Hektoliter bei einer Jahreskapazität von rund 3,0 Millionen Hektoliter, der Umsatz belief sich auf 161,3 Millionen Euro. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) lag in 2011 bei 14,4 Millionen Euro. Per 31. Dezember 2011 wies die Karlsberg Brauerei eine Eigenkapitalquote von 27,6 Prozent aus. Zum Halbjahr 2012 liegt die Karlsberg Brauerei bei Absatz und Umsatz bereits über Plan.

Wachstumsfinanzierung

Der Emissionserlös dient für Investitionen in die nachhaltige Weiterentwicklung des Unternehmens und des Produktportfolios. „Wir wollen mit der Anleihe unsere Finanzierungsstruktur diversifizieren, das Wachstum unserer starken Marken begleiten und die operative Ertragsverbesserung der letzten Jahre nochmals beschleunigen. Mit dieser Maßnahme steigt unsere Flexibilität", ergänzt Christian Weber. Mit einem Kupon von 7,375 Prozent ist die Anleihe einen Blick wert.

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