Neue Anleihen: Karlsberg bereits dicht – Hahn Immobilien ebenfalls stark gefragt
Nach einem emissionsarmen Sommer kommt nun wieder Schwung in den Markt für Mittelstandsanleihen. In dieser Woche starten gleich zwei Neuemissionen. Weitere Unternehmensanleihen stehen nach Informationen des AKTIONÄR bereits in den Startlöchern. Ein kurzer Überblick.
Mit der Anleihe der Hahn Immobilien und der Karlsberg Brauerei ist am heutigen Montag die Zeichnungsphase von zwei Anleihen gestartet. Bei letzterer wurde das Zeichnungsfenster - nicht wirklich überraschend - bereits frühzeitig wieder geschlossen. Die Unternehmensanleihe der Karlsberg Brauerei ist sowohl bei institutionellen Investoren und Vermögensverwaltern als auch bei Privatanlegern auf großes Interesse gestoßen. Aufgrund der starken Nachfrage musste die heute angelaufene Zeichnungsfrist für die Anleihe bereits nach wenigen Stunden vorzeitig beendet werden. Die Zeichnung war ursprünglich bis zum 21. September 2012 vorgesehen. DER AKTIONÄR hatte bereits rechtzeitig auf die Emission hingewiesen.
Hahn-Immobilien platziert Anleihe
Mit der Hahn-Immobilien-Beteiligungs AG befindet sich seit heute noch ein weiteres Unternehmen im Rennen um die Gunst der Anleger. Die Gesellschaft konzipiert Fondsprodukte für private und institutionelle Anleger und verwaltet Immobilienportfolios. Derzeit verwaltet die Gesellschaft ein Volumen von über 2,2 Milliarden Euro. Dabei handelt es sich um Einzelhandelsobjekte und Verbrauchermärkte.
Wachstum fördern
Das Fondsemissionshaus begibt eine 6,25-prozentige Unternehmensanleihe. Die Gesellschaft plant insgesamt ein Emissionsvolumen von bis zu 20 Millionen Euro zu erzielen, mindestens jedoch zwölf Millionen Euro. Wohin sollen die Anleihe-Gelder fließen? Rund die Hälfte der Anleihemittel sollen zur Ablösung eines Darlehens verwendet werden. Damit sollen gleichzeitig die Anleihesicherheiten gewährleistet werden. Der Rest des Emissionsvolumens soll zur Ankaufsfinanzierung im Privatkundengeschäft zum Einsatz kommen, um so das Wachstum des Unternehmens zu fördern.
Gutes Rating
Dem Vernehmen nach ist die Nachfrage nach der Hahn-Immobilien-Anleihe ebenfalls sehr groß. Kein Wunder: Eine Besonderheit dieser Unternehmensanleihe sind die Sicherungsrechte wie eine Besicherung von mehr als 100 Prozent des Anleihevolumens sowie der Zinsverpflichtung, die eine Ratingnote von Scope Rating von A- eingebracht haben. Das Investmentgrade A- sagt aus, dass eine überdurchschnittliche Bonität und ein geringes Ausfallrisiko vorliegen.
Neue Zeichnungsplattform von Schnigge
DER AKTIONÄR geht daher davon aus, dass das Zeichnungsfenster nicht wie geplant bis zum 28. September geöffnet sein wird. Anleger, die die Anleihe noch zeichnen wollen, haben neben den normalen Wegen auch die Möglichkeit, im Internet über die neuentwickelte, webbasierte Zeichnungsplattform der Schnigge Wertpapierhandelsbank AG ihre Zeichnung aufzugeben. Der Hauptvorteil für angemeldete Anleger ist die Erhöhung der Zuteilungschancen, beispielsweise durch reservierte Kontingente. Gerade bei Anleihen bekannter Emittenten wie die des von Schnigge begleiteten Hemdenherstellers Seidensticker, haben viele Anleger nicht die gewünschten Summen erhalten.
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