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Martim Vertriebs-Anleihe: "Starker Nachfrageüberhang"

Michael Schröder

Die Maritim Vertriebs GmbH bietet Anlegern via Anleihe eine attraktive Möglichkeit, in den Öl- und Gas-Offshore- und Infrastrukturmarkt zu investieren. Die Anleihe liegt bisher gut im Wasser. DER AKTIONÄR fragte nach.

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Alle Mann an Board. DER AKTIONÄR traf den Maritim-Geschäftsführer Jürgen Steinhauser zum Hintergrundgespräch.

DER AKTIONÄR: Herr Steinhauser, sind Sie mit der operativen Entwicklung der Hochseeschlepper seit Auflegung der Anleihe im Juni 2012 zufrieden?

Jürgen Steinhauser: Die Entwicklung der Charterraten hat alle Erwartungen weit übertroffen. Für 2012 liegt der Break-even der gesamten Flotte von acht Spezialschiffen bei 28,5 Millionen Euro. Bis zum August 2012 wurden Umsätze in Höhe von 36,5 Millionen Euro erzielt.

Beeindruckende Zahlen. Dabei sind viele Gesellschaften überschuldet und benötigen dringend neues Kapital. Trifft dies auch auf Ihre Schiffe zu?

Nein, man muss hier deutlich zwischen dem Container- und Tankermarkt und dem stark wachsenden Offshore-Bereich differenzieren. Wir investieren in einen funktionierenden Markt, in die Infrastruktur der Öl- und Gasförderung auf hoher See. Wir erwerben bevorrechtigtes Kapital an acht modernen, stark eigenkapitalfinanzierten Hochseeschleppern und partizipieren am derzeitigen Boom im Offshore-Markt. Und die Auftraggeber der Schlepper verfügen derzeit über bes­te Bonitäten.

Was erwarten Sie in den nächsten Jahren vom Offshore-Markt?

Die großen Ölgesellschaften haben eine Investitionswelle ausgelöst, die nun kontinuierlich abgearbeitet wird. Wir sprechen hier von einer Summe von mehr als 350 Milliarden Euro, die bis 2015 in die Suche, Erschließung und Förderung von Öl und Gas vor den Küsten fließen wird. Die begonnenen Projekte werden unabhängig vom Ölpreis abgearbeitet. Dies harmoniert gut mit unserer Anleihe, die am 1.12.2014 endfällig ist. Derzeit sind 27 schwimmende Lagerstätten/Raffinerien beziehungsweise 68 Drillships gemäß Orderbuch, vor allem bei Werften in Asien, bestellt. Diese müssen nach Fertigstellung zu ihren Einsatzorten vor Westafrika, Brasilien und dem Golf von Mexiko verschleppt werden. Ich sehe hier durchaus einen starken Nachfrageüberhang, der sich weiter positiv auf unsere Charterraten auswirken wird.

In der Boomphase bei Containerschiffen wurde am Bedarf vorbei gebaut. Die Charterraten gerieten unter Druck. Gibt es im Offshore-Markt ähnliche Probleme?

 Der Zugang zum High-End-Verschleppungsmarkt ist mit sehr hohen Hürden verbunden. Die großen Ölgesellschaften arbeiten ausschließlich mit erfahrenen Partnern zusammen. Hier zählt nur die Performance der Schlepper und nicht der billigste Preis. Der Reeder unserer Schlepper gehört zu den Weltmarktführern im Langdistanzverschleppungsmarkt und genießt einen ausgezeichneten Ruf. Die abgelieferten neuen Schlepper ersetzen nur die alte Tonnage, die aus dem Markt genommen werden muss, weil sie nicht mehr den hohen Anforderungen der Charterer entspricht. 2012 sind die Charterraten stark gestiegen und liegen auf einem sehr erfreulichen Niveau.

Vielen Dank für das Gespräch!

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