MÄRKTE ASIEN/Personalspekulation schwächt Yen und treibt Nikkei
MÄRKTE ASIEN/Personalspekulation schwächt Yen und treibt Nikkei
In Japan bestimmt zum Wochenstart die Geldpolitik das Geschehen. Berichte über die Nominierung von Haruhiko Kuroda, einem Befürworter einer lockeren Geldpolitik, zum Chef der japanischen Notenbank, drücken den Yen kräftig ins Minus und beflügeln den Nikkei-Index, der die Liste der Gewinner in Ostasien deutlich anführt. Belastet von einem schwachen vorläufigen Einkaufsmanagerindex in China legen die restlichen asiatischen Börsen dagegen lediglich leicht zu.
Beflügelt von einer wahrscheinlichen Fortsetzung der lockeren Geldpolitik in Japan, gewinnt der US-Dollar gegenüber dem Yen kräftig an Wert. Nachdem er zwischenzeitlich schon bei 94,77 Yen lag, kostet er aktuell 94,06 Yen nach 93,40 Yen im späten New Yorker Handel.
"Die zunehmende Klarheit, wer künftig die japanische Notenbank leiten wird, hat an den Märkten zu Euphorie geführt und den Kurs des Yen belastet", sagt Tim Waterer von CMC Markets. Jedoch hätten bereits Gewinnmitnahmen eingesetzt, fügt er hinzu.
Mit einem Plus von 2,4 Prozent auf 11.660 Punkte notiert der Nikkei-Index das erste mal seit Ende September 2008 wieder über der Marke von 11.600 Punkten. Besonders gefragt sind die Aktien von exportorientierten Unternehmen. Nachdem Sharp Kooperationsverhandlungen mit Hon Hai Precision Industry beendet und eine Kapitalerhöhung über 200 Milliarden Yen angekündigt hat, klettern die Aktien des Konzerns um 6,8 Prozent. Im Finanzssektor gewinnen Mitsubishi UFJ Financial 2,5 Prozent zu.
Auf dem Handel an den restlichen asiatischen Börsen lastet der Rückgang des HSBC-Einkaufsmanager-Index für das Verarbeitende Gewerbe in China. Mit 50,4 im Februar liegt das Barometer nach 52,3 im Januar nur noch knapp über der Marke von 50 und damit im Expansion anzeigenden Bereich. Experten betonen insbesondere die positiven Effekte der schwächeren Daten. "Ein höherer Wert beim Einkaufsmanager-Index hätte Befürchtungen über stärkere regulatorische Eingriffen der Regierung Auftrieb verschafft", sagt Chi Lo von BNP Paribas Investment Partners. Den Rückgang beim Einkaufsmanagerindex begründet er unter anderem mit den Neujahrsfeierlichkeiten.
In Hongkong wird der Handel zusätzlich von der Erhöhung von Steuern wie beispielsweise einer höheren Grunderwerbssteuer gebremst. Zu den Verlierern gehören insbesondre Immobilienwerte: die Aktien von Sun Hung Kai Properties geben 2,2 Prozent nach und die Papiere von Sino Land verlieren 1,9 Prozent. Insgesamt sind die Verluste damit jedoch geringer als noch im Oktober, als die Regierung das letzte mal regulatorisch in den Immobilienmarkt eingegriffen hatte.
In Korea gibt der Index nach. Hier lastet der schwache Yen auf den Aktien exportorientierter Konzerne: Hyundai Motor verlieren 1,6 Prozent, SK Hynix geben 0,5 Prozent ab und Hyundai Heavy Industries sinken um 0,9 Prozent. Bergauf geht es dagegen für die Titel von Samsung Electronics. Nachdem der Apple-Rivale seinen neuen Tablet-Computer vorgestellt hat, steigt der Kurs um 0,7 Prozent.
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INDEX Stand +- in % Handelsende
aktuell (MEZ)
S&P/ASX 200 (Sydney) 5.055,80 +0,75% 06:00
Nikkei-225 (Tokio) 11.660,04 +2,41% 07:00
Kospi (Seoul) 2.009,52 -0,46% 07:00
Shanghai-Composite (Schanghai) 2.326,93 +0,55% 08:00
Hang-Seng-Index (Hongkong) 22.820,55 +0,17% 09:00
Straits-Times (Singapur) 3.293,41 +0,16% 10:00
KLCI (Malaysia) 1.625,42 +0,21% 10.00
DEVISEN zuletzt +/- % 0.00 Uhr Fr, 09.23 Uhr
EUR/USD 1,3206 +0,1% 1,3195 1,3226
EUR/JPY 124,4736 +0,0% 124,4341 123,4284
USD/JPY 94,2500 -0,0% 94,2850 93,3100
USD/KRW 1085,7300 -0,1% 1085,7300 1085,0400
USD/CNY 6,2351 -0,1% 6,2351 6,2362
AUD/USD 1,0275 -0,2% 1,0294 1,0301
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February 25, 2013 01:17 ET (06:17 GMT)
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Quelle: DowJones
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