Egger Holzwerkstoffe: Der Anleihe-Holzwurm
Nicht nur in Deutschland drängen viele Mittelständler an den Anleihemarkt. Auch in Österreich mehren sich in den letzten Monaten die Unternehmen, die via Anleihe ihre Expansion voran treiben wollen. Egger Holzwerkstoffe legt eine Anleihe mit fünfjähriger Laufzeit auf. Das Papier ist für konservative Investoren interessant.
Als Fritz Egger im Jahr 1961 das erste Spanplattenwerk gebaut hat, konnte er nicht ahnen welche Dynamik seine Firma in den nachfolgenden 50 Jahren nehmen wird. Aus dem anfangs noch kleinen Werk in St. Johann in Tirol, ist ein Unternehmen mit rund 6.800 Mitarbeitern und sowie sage und schreibe 17 Werken geworden. Mittlerweile ist Egger auch nicht mehr nur in Österreich aktiv, sondern in sieben weiteren Ländern.
Expansion
Egger fertig nahezu alles was man aus Holz auch nur bauen kann, oder eben für die eigenen vier Wände so braucht. Von Möbeln bis hin zu Laminatfußböden. In der Branche ist jede Menge Bewegung. Egger zählt zu den Firmen die weiter aufs Tempo drücken. Umsatz und Gewinne haben sich trotz Eurokrise gut entwickelt. Die Flaute nutzt die Vorstandsmannschaft um weiter zu expandieren. Zuletzt hat Egger unter anderem ein weiteres Werke in Gagarin (Russland) gekauft. In den nächsten Monaten soll der Standort Rambervillers in Frankreich ausgebaut, sowie das Werk in Hexam (England) auf den neuesten Stand gebracht werden.
Interessant
Damit sind die Tiroler sehr erfolgreich. Um Geschäftsjahr 2011/12 hat der Umsatz um elf Prozent auf 1,97 Milliarden Euro. Das EBIT wuchs überproportional auf 122 Millionen Euro. Auch am Anleihemarkt ist Egger kein Neuling. Die Firma hat in der Vergangenheit bereits drei Anleihen erfolgreich platziert. Mit der neuen Anleihe will das Management 100 Millionen Euro einsammeln. Der Kupon beträgt schöne 4,5 Prozent. Fazit: Saubere Sache.
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