Wachstumsschwäche, vermeintlich überzogene Prognosen und Geldverbrennung werden bei Börsenlieblingen meist einige Zeit hingenommen. Doch irgendwann ist Schluss und der noch investierte Aktionär zumindest vorerst der Dumme.
Wachstumsschwäche, vermeintlich überzogene Prognosen und Geldverbrennung werden bei Börsenlieblingen meist einige Zeit hingenommen. Doch irgendwann ist Schluss und der noch investierte Aktionär zumindest vorerst der Dumme.
Die Experten von Der Aktionärsbrief haben drei Beispiele für Aktien aufgeführt, um die Anleger besser einen großen Bogen machen und die Aktionäre schnell verkaufen sollten.
Die Wachstumsschwäche von Yahoo! (WKN 900103) halte an. Im dritten Quartal hat die Firma die Umsatzerwartungen verfehlt. Der Betriebsgewinn sank im Jahresvergleich um 18 Prozent auf 633 Millionen Euro. Zudem hat der Vorstand mit seiner Prognose für das vierte Quartal enttäuscht. Bislang sollten 1,3 Milliarden Euro erlöst werden, nun sollen es nur mehr 1,15 bis 1,27 Milliarden sein. Die Kosten steigen wesentlich schneller als die Umsätze. Bei einem hohen KGV von 50 bietet Yahoo! derzeit also viel zu wenig. Zudem signalisiert der Chart Absturzgefahr.
Der Chart bei Amitelo (WKN A0F5YA), der ständig sinkende Notierungen widerspiegelt, sage mehr aus als alle Zahlen. Die Prognosen des Telekomunternehmens für 2007 von 98 Millionen Euro Umsatz und einem EBIT von 18,1
Millionen Euro halten die Autoren für vollkommen überzogen. Wenn der Markt diese Zahlen als realistisch einschätzen würde, würde die Aktie mehr als drei Euro kosten.
Combots (WKN CMBT11) verbrenne zu viel Geld. Der Internetdienstleister besitzt zwar 432
Millionen Euro an liquiden Mitteln, generiert dafür aber noch keinen Umsatz. Nach neun Monaten sind bereits 26,4 Millionen Euro verbrannt worden. Im schlimmsten Fall weist Combots zum Jahresende einen Verlust von fast 40 Millionen Euro aus. Noch ist der Kassenbestand deutlich höher als der Börsenwert von 386 Millionen Euro, doch das könnte sich schon bald ändern. Potenzial habe die Aktie aber keinesfalls.