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BDT-Anleihe: Der Speicherkönig

Michael Schröder

Die Datenflut nimmt immer weiter zu. Daher sind die Speicherlösungen aus dem Hause BDT sehr begehrt. Via Anleihe soll das Wachstum finanziert werden. Die Zeichnungsfrist läuft noch bis zum morgigen Freitag (5.Oktober). Anleger können die Anleihe zeichnen oder in den ersten Tagen über die Börse im Depot abspeichern.

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Große Worte waren noch nie sein Ding. Das überlässt er anderen. Er ist eher der Tüftler, der Ideengeber. Friedhelm Steinhilber arbeitet lieber hinter den Kulissen. Da fühlt er sich am wohlsten. Als Steinhilber vor 42 Jahren in die Firma seines Vaters Helmut einstieg, da war die heutige BDT Media Automation GmbH noch eine Vertriebsgesellschaft für bürotechnische Geräte.
Der Erfindergeist von Steinhilber sorgte dafür, dass die Württemberger mittlerweile Herr über rund 100 Patente sind.

Zwei Standbeine

In erster Linie geht es um Lösungen, die riesigen Mengen an Daten zu speichern, die in der digitalen Welt innerhalb der Unternehmen tagtäglich anfallen. "Unser größtes Geschäftsfeld ist die Langzeit-Datenarchivierung mit Magnetbändern", erklärt Geschäftsführer Rolf Ritter im Gespräch mit dem aktionär. "Hier entwickeln wir Automationssysteme für acht bis 100 Magnetbänder, die meist in Rechenzentren eingesetzt werden und vollautomatisch die Datenspeicherung übernehmen", führt Ritter aus.
Gefragt sind sie, die Speicherlösungen von BDT. Ob IBM, Oracle oder Hewlett-Packard, Hightech-Konzerne aus aller Welt stehen in Rottweil Schlange. BDT hat sich in diesem Segment einen Marktanteil von stolzen 77 Prozent gesichert. 80 Prozent des Gesamtumsatzes werden hier eingefahren. Ursprünglich war die Gesellschaft in der Entwicklung von Komponenten für die Papierhandhabung bei digitalen Druckersystemen zu Hause. Hier werden heute noch die passenden Systeme zur Verarbeitung von Papier, Plastik oder Blech entwickelt, die dann in Druckern oder Druckmaschinen eingebaut werden.

Solide Zahlen
Der Umsatz war im ersten Halbjahr 2012 mit 58 Millionen Euro (Vorjahr: 60 Millionen Euro) leicht rückläufig. Trotzdem verbesserte sich das EBTDA von 3,9 Millionen auf 4,4 Millionen Euro. Dank des traditionell stärkeren zweiten Halbjahrs sollten im Gesamtjahr rund 124 Millionen Euro umgesetzt und ein EBTDA von 10,3 Millionen Euro erzielt werden. Für 2013 wird bei konstanten Umsätzen mit einer weiteren Gewinnsteigerung auf 12,1 Millionen Euro gerechnet.

Gutes Rating
Um das kommende Wachstum zu finanzieren, will BDT via Anleihe (WKN A1P GQL)  bis zu 30 Millionen Euro einsammeln. Zudem soll mit den Geldern ein Mezzanine-Darlehen abgelöst werden. Der Kupon der Anleihe ist mit 8,12 Prozent überdurchschnittlich hoch - und soll über den geringen Bekanntheitsgrad am Kapitalmarkt hinwegtrösten. Die Refinanzierung wird aus dem eigenen Cashflow getätigt. Die Creditreform hat ein BB+ vergeben.

Sicher abspeichern
Als ein führender Technologiepartner der IT- und Druckerbranche mit langjährigen Beziehungen zu namhaften Herstellern besitzt BDT eine hohe Zukunftssicherheit. Anleger können die Anleihe zeichnen oder in den ersten Tagen über die Börse im Depot abspeichern. 

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