Anleihe: Getgoods.de zapft den Kapitalmarkt an
Getgoods.de profitiert vom Trend zum Online-Shopping. Neben Handys oder Laptops wird man aus Frankfurt/Oder in naher Zukunft auch noch Spielsachen verschicken. Um das Wachstum zu forcieren, legt das Unternehmen eine Anleihe mit hohem Kupon auf.
Markus Rockstädt-Mies ist Fußballfan aus Leidenschaft. Er besucht fast jedes Heimspiel des 1.FC Frankfurt/Oder. Da kann dann auch schon mal vorkommen, dass sich Rockstädt-Mies in die Transferpolitik des Vereins einmischt und ein Spieler nicht zu RB Leipzig wechselt, sondern eben gleich zu Arminia Bielefeld. Schließlich ist Rockstädt-Mies Firma getgoods.de neben dem 1.FC Frankfurt/Oder auch bei der Arminia als Sponsor tätig. Seine Liebe zu den beiden Fußballclubs kam mit der Zeit, denn eigentlich Rockstädt-Mies ja Fan des 1.FC Köln, „wobei es derzeit wirklich schwer fällt", so der Vorstand von Getgoods.de.
Keine halben Sachen
Für Rockstädt-Mies gibt es eben einfach keine halben Sachen. Wenn er was anpackt, dann mit allem was er hat, alles aus Leidenschaft eben. Ob es um die Unterstützung eines Fußballklubs geht oder seine eigene Firma getgoods.de. Rockstädt-Mies hat die Firma vor mehr als sechs Jahren gegründet. Damals noch unter HMT Handy Trends & More. Gerne erinnert sich Rockstädt-Mies an die spannende Gründerzeit zurück. „Angefangen haben wir in der Garage, verpackt wurden die Bestellungen im zweiten Stock des Wohnhauses. Angeboten haben wir damals Festnetzgeräte wie Gigaset über Ebay oder Amazon. Im Jahr 2006 hat das erste Paket das Haus verlassen.
Gute Entwicklung
Jetzt verlassen bis zu 8.000 Bestellungen das Firmengelände von Getgoods.de - und das täglich. Das Wachstum ist beeindruckend. Von 163 Millionen Euro im Jahr 2010 wird der Umsatz aller Voraussicht nach im laufenden Jahr bis auf 400 Millionen Euro klettern. Das EBIT wird dabei von 4,4 Millionen Euro auf 10 Millionen Euro wachsen. Über die eigene Webseite werden vom Handy bis über den Laptop sämtliche Elektronikartikel verkauft. In Zukunft wird man auch Spielzeug oder sogar Gartenmöbel mit ins Portfolio aufnehmen. Dass der Konkurrenzkampf innerhalb der Branche hart ist, stört denk Untenehmenslenker nicht im Geringsten. „Der Markt wächst im Jahr um rund 20 Prozent, wir haben erhebliches Potenzial nach oben. Zuletzt konnten wir die Rohertrasgsmarge von 8,5 Prozent bis auf 9,1 Prozent ausbauen. Zielrichtung sind zehn Prozent", ergänzt Finanzvorstand Stefan Gros die Aussichten.
Eigene Marke stärken
Damit nicht genug. Mit einer Anleihe will das Team um Rockstädt-Mies jetzt neues Geld besorgen um die Marke zu stärken. „Wir haben schon viel Geld investiert, müssen aber noch mehr reinstecken, um Getgoods.de als Marke zu positionieren. Wir müssen ein A-Brand werden." In den nächsten Monaten wird kräftig „intelligenes Marketing" betrieben. TV, Zeitungs- und Bannerwerbung stehen ganz oben auf der Agenda. 30 Millionen Euro will die Mannschaft von Getgoods.de via Anleihe einnehmen. Das Wertpapier (WKN A1PGVS / ISIN DE000A1PGVS9) ist mit einem festen Zinssatz von 7,75 Prozent und einer Laufzeit von fünf Jahren ausgestattet. Die Zeichnungsfrist läuft vom 17. September bis 28. September 2012. Vormerken!
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