Caroline Scherr - New York

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Die Aktie der Citigroup war unter den Händlern an der Wall Street am Mittwoch sehr gefragt. Die US-Bank verkauft Berichten zufolge ihre Immobiliensparte Citi Property Investors. Als Käufer soll die Investmentgesellschaft Apollo Management bereit stehen. Die Firmentochter der Citigroup wurde zuletzt mit 12,5 Milliarden Dollar bewertet. Als zweite Möglichkeit, an weitere Mittel zu kommen, nutzt das Finanzinstitut die Ausgabe von Anleihen. Experten rechnen in der nächsten Zeit mit weiteren Teilverkäufen, um den Staatsanteil zu verringern. Der Markt reagierte positiv und schickte die Aktie der Citigroup um über vier Prozent ins Plus.
Experten spekulieren außerdem über Übernahmewünsche ausländischer Banken. Barclays könnte einem Bericht des „Wall Street Journal“ zufolge erneut in den USA zukaufen. Die Bank habe schon ein Spezialteam zusammengestellt, um mögliche Übernahmeziele auszumachen. Die Royal Bank of Canada könnte ebenfalls Gebote vorlegen. Sie möchte nach eigenen Aussagen ihr Kreditkundengeschäft aufstocken.
Trotz einer breiten positiven Reaktion der Finanzwerte auf diese Nachrichten präsentierte sich der Dow Jones (10.567,33 Punkte, +0,03 Prozent) am Mittwoch weiter recht ruhig. Indexmitglied Chevron ließ zum Beispiel die Flügel hängen, nachdem die Experten von Bank of America/Merrill Lynch die Aktie des Ölkonzerns auf „Neutral“ herabstuften und ein Kursziel von 90 Dollar ausgaben.
Der Ölpreis selbst war starken Schwankungen unterworfen. Immer wieder erhielt er Unterstützung, zum Beispiel durch eine höhere Prognose der Organisation Erdöl exportierender Länder, kurz OPEC. Sie rechnet mit einem Ansteigen der Nachfrage um 900.000 Barrel pro Tag. Die Rohöllagerbestände stiegen in der letzten Woche geringer als erwartet.
Am Nachmittag reichte es letztendlich nur zu einem leichten Plus. Der Nasdaq (1.917,35 Punkte, +0,84 Prozent) konnte am Mittwoch etwas mehr überzeugen als der Dow. Am zehnten Geburtstag des Höhepunkts der sogenannten „Internet-Blase“ gewannen Titel von Indexschwergewichten und Chipherstellern wie Intel, AMD und Micron Technology hinzu.