Caroline Scherr - New York
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Am Mittwoch zeigte sich der US-Handel erneut zurückhaltend, das Handelsvolumen blieb gering. Die Konjunkturdaten des Tages sorgten zumindest für keinen Gegenwind. Der ISM-Index für den Dienstleistungsbereich kletterte stärker als erwartet auf 53,0 Punkte. Die Teilkomponente zu Beschäftigung zog zur Freude der Analysten ebenfalls an. Ein wichtiger Schritt für den Servicesektor, der den überwiegenden Teil der US-Wirtschaft ausmacht. Die Schätzungen des Personaldienstleisters ADP zu den Arbeitslosenzahlen fielen wie erwartet aus. Automatic Data Processing errechnete 20.000 abgebaute Stellen für den Februar. In diese Richtung zeigt auch der Schnitt der Erwartungen für die offiziellen Arbeitsmarktdaten der Regierung am Freitag.
Zusätzlich dazu beeinflussten verschiedene Übernahmespekulationen Dow Jones (10.396,76 Punkte, -0,09 Prozent) und Nasdaq (1.851,57 Punkte, +0,02 Prozent). Pfizer könnte Quellen zufolge für den deutschen Generikahersteller Ratiopharm bieten. Im Gespräch ist eine Kaufsumme von rund drei Milliarden Dollar. Ein erfolgreiches Gebot würde die Generikasparte Pfizers näher an die des Marktführers Teva Pharmaceutical heranführen. Ein Gewinn für die Aktie sprang aber am Mittwoch nicht heraus.
Novell hat ein Angebot des Hedgefonds Elliott Associates erhalten. Für eine Milliarde Dollar möchte man den Spezialisten für Geschäftssoftware übernehmen. Durch hohe Reserven und eine relativ niedrigen Bewertung am Markt war Novell für den Hedgefonds interessant geworden. Papiere von Novell gewannen im Handelsverlauf über ein Viertel an Wert.
Am Nachmittag veröffentlichte die US-Notenbank das Beige Book. Gemäß des US-Konjunkturberichts hält die Erholung der Wirtschaft an. Im Vorfeld hatte man negative Auswirkungen der Wetterbedingungen in letzter Zeit befürchtet. Nachteile durch das Schneechaos blieben zwar nicht aus, hielten sich aber in Grenzen. In neun von zwölf Fed-Bezirken zeigte die Wirtschaftslage eine Verbesserung. Die nächste Zusammenkunft von Fed-Offiziellen steht nun am 16. März an. Experten erwarten im Vorfeld eine noch kontroversere Sitzung als zuletzt.