Caroline Scherr - New York
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China war am heutigen Handelstag an der Wall Street in aller Munde. Die dortige Inflationsrate stieg im Februar stärker als erwartet um 2,7 Prozent. Nun befürchten Experten, dass China die Leitzinsen anheben und die Erholung der chinesischen Wirtschaft an Schwung verlieren wird. Gerade der Rohstoffsektor könnte in Mitleidenschaft gezogen werden. Der Dow Jones (10.611,84 Punkte, +0,42 Prozent) hatte – trotz einer guten Entwicklung vieler Finanzwerte – immer wieder mit Verlusten zu kämpfen.
Auf einem Analystentag an der New York Stock Exchange gab Exxon Mobil einen Einblick in die weitere Geschäftsentwicklung. Der Ölkonzern will 2010 28 Milliarden Dollar investieren, vor allem in die Bereiche Exploration und Produktion. Künftiges Wachstum sieht man vor allem in China, Indien und weiteren Emerging Markets. Sie sollen die Nachfrage im Energiebereich bis 2030 um 35 Prozent ansteigen lassen. Die Aktie Exxon Mobils hatte im Tagesverlauf nichtsdestotrotz mit leichten Verlusten zu kämpfen.
Für Titel von Walt Disney verlief der Handelsnachmittag etwas besser. Das Medienunternehmen gab bekannt, dass eine neue Lizenzvereinbarung mit Starz getroffen wurde. Der Branchenpartner erhält exklusive Vorführrechte für Disney-Filme, die zuvor im Kino gelaufen sind. Finanzielle Details der Vereinbarung wurden nicht bekannt. Zusätzlich dazu applaudiert der Markt den bisher guten Einspielergebnissen von „Alice im Wonderland“. Der von Disney produzierte 3-D-Film erreichte am ersten Wochenende geschätzte 116 Millionen Dollar Umsatz und übertraf damit sogar das Startergebnis von James Camerons „Avatar“.
Im Nasdaq (1.923,81 Punkte, +0,34 Prozent) fielen Papiere von Google positiv auf. Der Technologieriese erhielt eine positive Bewertung der Analysten von Broadpoint AmTech. Sie glauben, dass sich die Bruttomargen Googles im laufenden und im kommenden Jahr deutlich verbessern könnten. Hintergrund dieser Bewertungen sind mögliche künftige Einnahmen des Smartphones „Nexus One“. Bisher blieben die Verkaufszahlen des Handys allerdings hinter den Prognosen zurück. Analysten führen „nur“ 80.000 abgesetzte Geräte im ersten Monat unter anderem auf fehlende Marketingmaßnahmen zurück.