Caroline Scherr - New York
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Lange erwartet kamen am Freitag die neuesten Arbeitsmarktdaten der Regierung heraus. Zwar wurden im August 54.000 Stellen abgebaut, der Markt hatte aber im Vorfeld Schlimmeres erwartet. Die Arbeitslosenquote nahm leicht auf 9,6 Prozent zu. Zum Großteil ging das Jobminus weiter auf das Ende der Volkszählung in den USA zurück. Der private Sektor schuf hingegen zur Freude der Analysten mehr Arbeitsplätze als erwartet: 67.000 Stellen sind im letzten Monat hinzugekommen.
Dow Jones (10.446,61 Punkte, +1,23 Prozent) und Nasdaq (1.869,41 Punkte, +1,57 Prozent) hatten sich schon vor Börsenbeginn gut gelaunt gezeigt. Gleich nach Handelbeginn verzeichneten beide Indizes deutliche Gewinne. Besonders stark entwickelten sich Industriewerte wie Caterpillar und der Bankensektor. Konservative Werte wie Wal-Mart und Verizon hatten es dagegen schwerer.
Um den neuen ISM-Index für den Servicebereich gab es Verwirrung. Zunächst sprachen einige Quellen von einem Anstieg. Schnell wurde aber klar, dass der Wert im August auf 51,5 Punkte zurückgegangen ist. Analysten hatten im Schnitt mit einem leichteren Rückgang auf rund 53 Punkte gerechnet. Gerade die Entwicklung der Teilkomponenten zur Beschäftigung und den Neuaufträgen zeigte sich rückläufig.
BP befindet sich erneut in einem Konflikt mit der US-Regierung. Ein neues Gesetz stellt bestimmte Bedingungen an Ölunternehmen, die auf amerikanischem Territorium Tiefseebohrungen vornehmen wollen. BP würde diese Vorgaben nicht erfüllen können. Der britische Ölkonzern übt nun Druck auf die Verantwortlichen aus. Wenn man keine Tiefseebohrungen mehr machen darf, könne man nicht den Schadensersatzleistungen der Ölkatastrophe im Golf von Mexico nachkommen. Die Aktie von BP reagierte am Freitag recht unbeeindruckt auf die Nachrichten.
Die neue Handelswoche beginnt in den USA erst am Dienstag. Am Montag feiern die Amerikaner den „Labour Day“. Zu den interessanten Konjunkturdaten gehören in der nächsten Woche das Beige Book und die Arbeitsmarktdaten aus der Vorwoche.