Caroline Scherr - New York
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Dow Jones (11.478,13 Punkte, -0,12 Prozent) und Nasdaq (2.223,04 Punkte, +0,21 Prozent) fehlten am Handelsmontag starke Impulse. Zwar hatte man recht gute Vorgaben aus Europa erhalten und Barack Obama noch am Freitag die Gesetzesvorlage für die Verlängerung der US-Steuerkürzungen unterzeichnet. Konjunkturdaten wurden aber keine veröffentlicht. Die Quartalszahlen von Adobe Systems kamen erst nach der Closing Bell heraus. Es gab aber einige Unternehmensnachrichten, die für die Wall Street von Interesse waren.
AT&T hat Qualcomm Frequenzen im Wert von rund 1,93 Milliarden Dollar abgekauft. Mit diesem Investment will der Mobilfunkanbieter sein Netz vor allem in us-amerikanischen Großstädten wie New York und Los Angeles verbessern. Kunden hatten dort seit längerem über Schwierigkeiten geklagt. AT&T stemmt sich mit dem Kauf auch gegen die wachsende Konkurrenz von Verizon. Das Branchenmitglied darf im kommenden Jahr wahrscheinlich ebenfalls das iPhone vertreiben. Einige Experten glauben allerdings, dass der Erwerb der Frequenzen zu spät kommt und AT&T Kunden an Verizon verlieren wird.
eBay übernimmt den Online-Einkaufsclub Brands4friends. Das deutsche Unternehmen wandert für 200 Millionen Dollar ins Portfolio des Onlinehändlers. Bereits jetzt nimmt eBay rund 5,4 Milliarden Dollar pro Jahr aus dem Geschäft mit Mode und Accessoires ein. Der Zukauf von Brands4friends soll diesen Trend noch verstärken. Die Aktie von eBay zeigte nach der Bekanntgabe der Übernahme keine große Reaktion und notierte am Nachmittag mit leichten Verlusten.
Boeing erhöht die Produktionsrate für das Modell 777. Ab dem ersten Quartal 2013 sollen pro Monat 8,3 Maschinen gefertigt werden. Im März des laufenden Jahres hatte der Flugzeughersteller bereits angekündigt, die Produktion ab Mitte 2011 auf sieben Maschinen im Monat zu steigern. Das Konzernergebnis des laufenden Jahres wird davon nicht mehr beeinflusst. Dem Börsenwert von Boeing half die Nachricht ebenfalls nicht weiter – er schrumpfte am Montag um über zwei Prozent. Qatar Airways hatte angekündigt, seine Bestellungen für den Dreamliner 787 zu stornieren, falls sich die Auslieferung weiter verzögert.
American Express fand sich zum Wochenbeginn am Ende des Dow Jones wieder. Die Aktie erhielt eine Herabstufung von Stifel Nicolaus. Die Analysten zeigten sich besorgt über die Pläne der Fed, Geldkartengebühren einzuschränken und nahmen die Bewertung von „Buy“ auf „Hold“ zurück. Einschränkungen bei den Kreditkartengebühren sind laut Stifel Nicolaus „unabwendbar das nächste Ziel“. Die Aktie von American Express verlor am Montagnachmittag über drei Prozent an Boden.