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Wall Street markiert neues Zwei-Jahres-Hoch: Chrysler Financial, Adobe Systems, JP Morgan im Fokus

Caroline Scherr - New York

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Die kanadische Bank Toronto-Dominion schlug bei Chrysler Financial zu. Für 6,3 Milliarden Dollar wandert der Finanzarm des Autobauers ins Portfolio der TD Bank. Letzter Besitzer von Chrysler Financial war übrigens der Finanzinvestor Cerberus, der bei der Abspaltung Chryslers von Daimler eine entscheidende Rolle eingenommen hatte. Der Rest Chryslers wird inzwischen vom italienischen Fahrzeugproduzenten Fiat kontrolliert. Für die Wall Street war die Übernahme ein weiteres Zeichen dafür, dass einerseits die Erholung der Wirtschaft und andererseits die Konsolidierung auf dem Bankensektor voranschreitet.

Adobe Systems legte am Montag nach Börsenschluss überraschend starke Zahlen vor. Der Gewinn betrug im Abschlussquartal des Vorjahres ohne Sonderposten 56 Cents je Anteil. Der Umsatz stieg zum ersten Mal über eine Milliarde Dollar. Beide Ergebnisse fielen über den Erwartungen aus. Der Markt zeigte sich erfreut, nachdem Adobe Systems erst im September eine Umsatzwarnung veröffentlicht hatte. Auch die Prognose für das neue Quartal übertraf die bisherigen Prognosen der Analysten. Die Aktie von Adobe zog daraufhin kräftig an, zeitweise über vier Prozent.

Der Dow Jones (11.533,16 Punkte, +0,48 Prozent) markierte erneut ein neues Zwei-Jahres-Hoch bei 11.549 Punkten. Wieder zeigten sich vor allem die Finanzwerte bullisch. JP Morgan und Bank of America führen den US-Leitindex am Dienstagnachmittag an. Der Nasdaq (2.234,57 Punkte, +0,52 Prozent) konnte aus prozentualer Sicht noch etwas deutlicher zulegen als der Dow.

Die US-Regulierungsbehörde FCC hat neue Regeln zur Netzneutralität vorgelegt. Im Internet soll niemand diskriminiert werden, alle Inhalte sollen gleich bewertet werden. Die Vorschriften sind nicht so streng ausgefallen, wie es sich einige Aktivisten gewünscht hatten. Diskussionen über so genannte Qualitätsklassen, mit denen Telekommunikationsanbieter verschiedene Netzgeschwindigkeiten für unterschiedliche Kunden anbieten können, setzen sich außerdem fort, da diese Maßnahmen nicht verboten wurden.

Am Mittwoch trudeln endlich wieder neue Konjunkturdaten am Markt ein. Nach den MBA-Hypothekenanträgen und der dritten Schätzung für das Bruttoinlandsprodukt am frühen Morgen folgen um 16 Uhr deutscher Zeit die bestehenden Hausverkäufe, die vor Weihnachten noch nähere Aufschlüsse zur Lage des US-Immobilienmarkts geben. Auch der FHFA-Hauspreis-Index wird heraus kommen. Um 16.30 Uhr deutscher Zeit folgen die Rohöllagerbestände.

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