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Wall Street lauscht dem Zinsentscheid: General Electric, Boeing im Fokus

Caroline Scherr - New York

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Wie erwartet beließ die US-Notenbank den Leitzins bei null bis 0,25 Prozent. Auch der wichtige Nachsatz „auf längere Zeit“ fiel noch einmal. Die Fed stellte zwar fest, dass sich die Erholung der Wirtschaft fortgesetzt hat – für eine Anhebung der Zinsen reichte es aber noch nicht. Während eine Stabilisierung des Arbeitsmarkts ermutigt, sieht die Notenbank den Immobiliensektor unverändert in Schwierigkeiten.

Dow Jones (10.685,98 Punkte, +0,41 Prozent) und Nasdaq (1.932,24 Punkte, +0,63 Prozent) hatten sich vor der Entscheidung abwartend gezeigt. Nach der Bekanntgabe des Fed-Entscheids zeigten die US-Indizes leichte Aufwärtstendenzen. Stärkere Bewegungen des Markts bleiben aber weiterhin aus.

Die Konjunkturdaten des Tages sorgten zumindest für keine Enttäuschung. Die Baubeginne sanken im Februar auf 575.000, die Baugenehmigungen auf 612.000. Beide Zahlen fielen aber besser aus als die Prognosen. Die Importpreise sanken im abgelaufenen Monat um 0,2 Prozent. Inflationsängsten wurde damit ein weiteres Mal der Wind aus den Segeln genommen.

Aktien von General Electric legten am Dienstag um über drei Prozent zu. Der Mischkonzern kalkuliert für 2011 mit steigenden Gewinnen. Die Dividende wird laut Finanzvorstand Keith Sherin im kommenden Jahr wieder angehoben, zwei Jahre nachdem GE die Ausschüttung kürzen musste. Im Verlauf der Wirtschaftskrise machte dem Konzern vor allem die Finanztochter GE Capital zu schaffen. Für das laufende Jahr glaubt General Electric an eine stabile Gewinnentwicklung.

Air Berlin hat seine Bestellungen bei Boeing reduziert. Statt 25 werden nur noch 15 Dreamliner benötigt. Eine Option auf weitere 787-Maschinen hat nun ein kleineres Volumen und eine Bestellung über Boeing 737-Modelle wurde nach hinten verlegt. Boeing verliert durch die Maßnahme einen Auftragswert von rund 1,7 Milliarden Dollar. Titel des Luftfahrtkonzerns rutschten im Tagesverlauf über ein Prozent ins Minus.

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