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Wall Street kaum zu bremsen: ISM-Index, Burger King, Apple im Fokus

Caroline Scherr - New York

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Gute Vorgaben aus Asien sorgten am Mittwoch gleich zum Handelsbeginn für gute Stimmung. Die chinesischen Einkaufsmanagerdaten fielen besser aus als erwartet. Aber auch das us-amerikanische Pendant überzeugte: Der ISM-Index für den Industriebereich kletterte überraschend auf 56,3 Punkte. Das Wachstum des Industrie-Sektors hat sich demnach im August verstärkt. Analysten machten zwar darauf aufmerksam, dass sich die Teilkomponente zu den Neuaufträgen zuletzt schwächer entwickelt hat. Der US-Markt nahm das Ergebnis trotzdem als Ausgangspunkt einer Erleichterungsrallye. Dow Jones (10.269,47 Punkte, +2,54 Prozent) und Nasdaq (1.820,05 Punkte, +2,98 Prozent) legten bis zum Nachmittag über zwei Prozent zu.

Enttäuschende Daten gingen dagegen fast völlig an der Wall Street vorbei. Die US-Arbeitsagentur ADP hatte vor Börsenstart ihre Arbeitsmarktdaten aus dem August veröffentlicht. Überraschend kam heraus, dass 10.000 Stellen abgebaut wurden. Experten rechneten im Vorfeld mit 15.000 neuen Arbeitsplätzen für den privaten Sektor. Auch die Bauausgaben fielen schlechter aus als erwartet, im Juli gingen sie um 1,0 Prozent zurück.

Die Gerüchteküche brodelte weiter: Burger King soll laut eines Berichts des Wall Street Journal zum Verkauf stehen. In der letzten Woche haben sich anscheinend einige Finanzinvestoren mit der Fastfoodkette unterhalten. Es wäre nicht das erste Mal in der Geschichte von Burger King. Bereits jetzt halten Investoren rund ein Drittel der Anteile. Für die Börse sind die Übernahmespekulationen ein gefundenes Fressen. Die Aktie des Unternehmens stieg am Nachmittag um über 14 Prozent an.

Vor den neuen Autoabsatzzahlen hatten die Experten im Vorfeld etwas gezittert. Dabei zogen sich einige US-Autobauer noch gut aus der Affäre. Bei Chrysler stieg der Absatz im August um sieben Prozent zu, Ford kam mit einem Minus von 10,7 Prozent noch mit einem blauen Auge davon. An den Daten von General Motors werden die Schwierigkeiten des letzten Monats deutlicher, die Absatzzahlen sanken um 24,9 Prozent. Am schlimmsten traf es aber Toyota mit einem Minus von 34 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der japanischer Fahrzeugbauer hatte 2009 besonders von der US-Abwrackprämie profitieren können.

Apple-Chef Steve Jobs ließ zur Mittagszeit die Katze aus dem Sack: Der Medien- und Computerkonzern stellte eine aktualisierte Version seines Projekts „Apple TV“ vor. Künftig soll es 99 Dollar kosten und Leihfilme und -serien über den Fernseher flimmern lassen. Wie erwartet stellte Jobs auch aktualisierte Versionen des iPods vor. Der iPod Touch erhält künftig beispielsweise zwei Kameras und ein verbessertes Display. Außerdem gab der Konzernchef Details zum sozialen Netzwerk „Ping“ bekannt, dass eng mit iTunes verknüpft werden soll. Die Anleger zeigten sich erfreut, Titel von Apple verzeichneten im Anschluss ein Plus von über zwei Prozent.

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