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Wall Street in ruhiger Weihnachtsstimmung: Bruttoinlandsprodukt, Nike, Kraft Foods im Fokus

Caroline Scherr - New York

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Nach einem recht guten Dienstag kehrte am Mittwoch wieder Ruhe ein an der Wall Street. Das Handelsvolumen blieb weiter niedrig – es herrscht fast schon „gemütliche“ Stimmung auf dem Parkett. Die Konjunkturdaten des Tages waren außerdem recht uneinheitlich: Die dritte Schätzung für das Bruttoinlandsprodukt lag letztendlich bei plus 2,6 Prozent. Experten hatten sich ein etwas besseres Ergebnis erhofft. Die Immobiliendaten fielen da besser aus. Die bestehenden Hausverkäufe stiegen im November um 5,6 Prozent, der FHFA-Hauspreis-Index kletterte um 0,7 Prozent nach oben. Dow Jones (11.559,49 Punkte, +0,23 Prozent) und Nasdaq (2.235,91 Punkte, +0,06 Prozent) zeigten sich dementsprechend unentschlossen.

Die Zahlen von Nike aus dem letzten Quartal fielen gut aus. Der Gewinn legte um 22 Prozent auf 457 Millionen Dollar zu und übertraf die Erwartungen. Der Umsatz stieg ohne Währungseffekte auf 4,84 Milliarden Dollar. Der Sportartikelhersteller profitierte weiter von der Konjunkturerholung, besonders in den USA und den Schwellenländern. Kritiker mäkelten aber an den Auftragseingängen herum. Außerdem befürchtet Nike in den nächsten Monaten schwächere Margen aufgrund steigender Materialkosten. Die Investoren wurden nervös und schickten Titel von Nike über sechs Prozent abwärts.

Kraft Foods und Starbucks streiten sich weiter über den Vertrieb von Starbucks-Produkten in Supermärkten. Nach andauernden Unstimmigkeiten innerhalb der bestehenden Kooperation hat Starbucks nun angekündigt, die Zusammenarbeit am 29. Januar beenden zu wollen. Kraft Foods hatte wiederum zuletzt ein Schiedsgerichtsverfahren eingeleitet, um ein Aus zu verhindern oder zumindest eine angemessene Abfindung zu kassieren. Die Aktien von Kraft Foods und Starbucks zeigten sich am Mittwochnachmittag fast unverändert.

Genzyme hat eingelenkt und Gesprächen mit dem französischen Pharmakonzern Sanofi-Aventis zugestimmt. Dies gab eine dem Unternehmen nahestehende Quelle bekannt. Sanofi hatte vor kurzem ein Gebot von 69 Dollar je Aktie abgegeben. Genzyme hatte die Offerte als zu niedrig abgelehnt und zunächst auf weitere Gebote gehofft. Der Aktie des US-Biotechunternehmens halfen die Nachrichten nicht weiter.

Am Donnerstag wird zum letzten Mal vor Weihnachten gehandelt. Die persönlichen Einkommen und Ausgaben aus dem November werden am Markt ankommen. Außerdem werden die Auftragseingänge langlebiger Güter und die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe veröffentlicht. Um kurz vor 16 Uhr bzw. genau 16 Uhr deutscher Zeit folgen das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan und die neuen Hausverkäufe.

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