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Wall Street in kühlerer Stimmung nach Labour Day: Oracle, Coca-Cola, Gold im Fokus

Caroline Scherr - New York

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So gut die letzte Woche nach starken Arbeitsmarktdaten auch geendet hatte – am Dienstag kehrte nach einem langen Wochenende Katerstimmung an der Wall Street ein. Eigene Konjunkturdaten hatte man nicht zu bieten. Deshalb blickte man noch angestrengter auf die Ereignisse in Asien und Europa. Aus Asien erhielt der Markt teilweise schwache Vorgaben, in Europa enttäuschten zum Beispiel die deutschen Industrieaufträge.

Innerhalb des Dow Jones (10.364,79 Punkte, -0,80 Prozent) litten vor allem die Finanzwerte. Ein Bericht im „Wall Street Journal“ sorgte für Aufregung, in dem die Ergebnisse der europäischen Bankenstresstests in Frage gestellt werden. Einige Finanzinstitute sollen mehr gefährdete Staatsanleihen besitzen als in den Tests angegeben. Zum Beispiel zweifeln einige Experten die Angaben von Barclays und Credit Agricole an.

Die konservativere Einstellung des US-Markts zeigte sich auch am Goldpreis. Dieser kletterte bis zum Handelsschluss in den USA auf 1259,20 Dollar je Feinunze und erreichte ein neues Rekordhoch. Neben Anleihen suchten die Investoren am Dienstag demnach den „sicheren Hafen“ Gold auf.

Im Nasdaq (1.859,98 Punkte, -0,55 Prozent) machten Aktien von Oracle auf sich aufmerksam. Der IT-Konzern präsentierte einen alten Bekannten als neuen Präsidenten: Mark Hurd, der noch vor kurzem über eine Affäre bei Hewlett-Packard gestolpert war und seinen Chefposten dort räumen musste. Hurd wird außerdem Mitglied im Verwaltungsrat von Oracle. Die Unternehmensführung lobte seine Erfahrung im Technologiebereich. Die Anleger stimmten diesen Aussagen zu und schickten die Aktie im Tagesverlauf über sechs Prozent aufwärts.

Coca-Cola Enterprises hat den Ausblick für das laufende Geschäftsjahr nach oben korrigiert. Für 2010 kalkuliert das Abfüllunternehmen nun mit einem Gewinn je Aktie von 1,82 Dollar. Zuvor lagen die Schätzungen bei 1,73 bis 1,77 Dollar. Coca-Cola Enterprises führte eine starke Nachfrageentwicklung in Europa als Grund für die bessere Prognose an. Die Aktie des Abfüllers legte am Nachmittag über ein Prozent an Wert zu. Titel von Mutterkonzern Coca-Cola, der im Frühjahr das Amerikageschäft von Coca-Cola Enterprises und 34 Prozent der Anteile übernommen hatte, zeigten ein leichtes Plus.

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