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Wall Street hängt sich an Ölpreis: Obama, Öl, Texas Instruments, National Semiconductor im Fokus

Caroline Scherr - New York

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Am Freitagmorgen wartete der US-Markt auf eine Pressekonferenz Barack Obamas. Der US-Präsident stellte um 17 Uhr deutscher Zeit den neuen Mann an der Spitze seines Rats von ökonomischen Beratern vor. Die Wahl fiel auf Austan Goolsbee, den er als „guten Freund“ bezeichnete und der schon zuvor Mitglied des Rats war. Darüber hinaus äußerte sich Obama kritisch zur Wirtschaftsentwicklung in den USA und sprach von einer „schmerzhaft langsamen“ Erholung.

Der US-Markt maß seinen Worten letztlich nur wenig Bedeutung zu. Für Obamas neues Konjunkturprogramm, das er in dieser Woche vorgestellt hatte, hatten die Marktteilnehmer mehr Interesse gezeigt. Der Dow Jones (10.462,77 Punkte, +0,46 Prozent) befand sich am letzten Handelstag der Woche zumeist in der Gewinnzone, angetrieben zum Beispiel von Indexmitglied Chevron.

Der Ölpreis zog am Freitag deutlich an und kletterte im Tagesverlauf über 76 Dollar je Barrel. Experten führten die Entwicklung auf verschiedene Ereignisse zurück. So hatte ein Leck in einer Pipeline zwischen Kanada und den USA den Preis angetrieben. Die Pipeline musste vorerst geschlossen werden, und die Versorgung des Mittleren Westens mit dem schwarzen Gold geriet ins Stocken. Außerdem verkündete die International Energy Agency, dass man den Ausblick für die globale Ölnachfrage 2010 angehoben hat. Die Agentur erwartet inzwischen eine um 50.000 Barrel höhere Nachfrage pro Tag.

Der Nasdaq (1.892,34 Punkte, +0,33 Prozent) musste mit schwachen Aussichten für den Halbleitersektor fertigwerden. Texas Instruments schränkte die Gewinn- und Umsatzprognose für das dritte Quartal ein. Bei beiden Zahlen korrigierte der Chiphersteller die obere Spanne etwas nach unten. Branchenmitglied National Semiconductor überzeugte mit einem Gewinn je Aktie über 36 Cents für das zweite Quartal. Der Ausblick für das laufende Quartal fiel aber sehr vorsichtig aus. Mit einem geschätzten Umsatz zwischen 390 und 415 Millionen Dollar blieb man hinter den Erwartungen des Markts zurück.

In der neuen Woche legt die Wall Street besonderen Fokus auf den dreifachen Hexensabbat, der am kommenden Freitag ansteht. „Es wird alles auf die Optionen am nächsten Freitag hinauslaufen“, meint auch Alan Valdes, US-Händler bei Hilliard Lyons. Außerdem stehen im Wochenverlauf die Einzelhandelsumsätze, der Empire-State-Index und die Arbeitsmarktdaten aus der Vorwoche an.

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