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Wall Street hält sich zu Wochenbeginn zurück: Intel, Hewlett-Packard, Genzyme im Fokus

Caroline Scherr - New York

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Dow Jones (10.051,47 Punkte, -0,98 Prozent) und Nasdaq (1.778,71 Punkte, -0,72 Prozent) starteten verhalten in eine interessante Handelswoche. In den nächsten Tagen stehen unter anderem Autoabsatzzahlen, der ISM-Index für den Industrie- und den Servicebereich sowie die Arbeitslosenzahlen aus dem August an. Am Montag schien man erst einmal abzuwarten. Das Handelsministerium veröffentlichte die persönlichen Einkommen und Ausgaben. Die Einkommen stiegen im Juli im Vergleich zum Vormonat um 0,2 Prozent, die Ausgaben um 0,4 Prozent. Im Großen und Ganzen entsprach das Ergebnis den Erwartungen.

Als spannender erwiesen sich Übernahmen und Bieterkämpfe: Intel kauft die Mobilfunksparte von Infineon. Der Kaufpreis beläuft sich auf rund 1,4 Milliarden Dollar. Schon in der Vorwoche waren erneut Gerüchte über weitere Übernahmen Intels kursiert. Mit dem Zukauf versucht der Chiphersteller erneut, seine Präsenz im Mobilfunkbereich auszubauen. Für Infineon hatte der Verkauf strategische Ursachen – man konzentriert sich künftig nur noch auf zwei Unternehmenssparten. Da der Markt gerne zunächst an die Integrationskosten von Zukäufen denkt, verlor die Aktie Intels traditionell an Boden.

Nachdem sich die Ergebnisse am vergangenen Freitag geradezu überschlugen, ist im Bieterkampf zwischen Dell und Hewlett-Packard um 3Par wieder mehr Ruhe eingekehrt. Dell soll Berichten zufolge darüber nachdenken, ein neues Gebot für 3Par abzugeben. Bisher hat Hewlett-Packard mit einer Offerte über 30 Dollar je Aktie die Nase vorne. Bis Mittwoch kann Dell noch mitbieten. Allerdings wurde zuletzt große Kritik am Bieterkampf und seinen dazugehörigen Gebotssummen laut. Am Montag profitierten sowohl Titel von Dell als auch von Hewlett-Packard. Letzterer Konzern hatte zusätzlich ein neues Aktienrückkaufprogramm über 10 Milliarden Dollar angekündigt.

Genzyme erweist sich in diesen Tagen als widerspenstiges Übernahmeobjekt. Der US-Biotechkonzern wies eine Offerte von Sanofi-Aventis über 18,5 Milliarden Dollar zurück. Zum zweiten Mal bereits, wie am Montag bekannt wurde. Die Kaufsumme sei zu niedrig, daher sei das Gebot einstimmig im Verwaltungsrat abgelehnt worden, hieß es von Genzyme. Man zeigte sich verärgert darüber, dass Sanofi-Aventis noch einmal das gleiche Angebot abgegeben hatte, nachdem Genzyme dem möglichen Käufer Detailinformationen zur Verfügung gestellt hatte. Anleger des Biotechunternehmens freuten sich über das Hin und Her – die Aktie von Genzyme gewann am Nachmittag weit über drei Prozent hinzu.

Am Dienstag erwarten den US-Markt neue Konjunkturdaten. Der Case-Shiller-Hauspreis-Index, der Chicago-Einkaufsmanager-Index und das endgültige Verbrauchervertrauen vom August könnten für Bewegung an der Wall Street sorgen. Außerdem werden die „FOMC-Minutes“ veröffentlicht, die Mitschriebe der letzten Sitzung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank.

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