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Wall Street gespalten zwischen Konjunkturdaten und Notenbankprotokollen: Verbrauchervertrauen, Case-Shiller-Index, Saks im Fokus

Caroline Scherr - New York

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Konjunkturdaten waren das große Thema am Handelsdienstag an der Wall Street. Vor Börsenbeginn legte Standard & Poor's den Case-Shiller-Hauspreis-Index aus dem Juni vor. Die Immobilienpreise kletterten zuletzt etwas stärker als erwartet, um 1,0 Prozent zum Vormonat und um 4,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Immobiliensektor machte dem US-Markt also kein weiteres Mal zu schaffen.

Es folgte der Chicago-Einkaufsmanager-Index, um den es vor Veröffentlichung wilde Gerüchte auf dem Parkett gegeben hatte. Einige Pessimisten unter den Händlern hatten auf einen Absturz auf 52 Punkte getippt. Letztendlich ging der Index im August aber nur auf 56,7 Punkte zurück, und der Markt zeigte sich erleichtert.

Die größte Aufmerksamkeit richtete sich auf das Verbrauchervertrauen aus dem August. Der endgültige Wert erreichte laut Conference Board 53,5 Punkte, ein besseres Ergebnis als erwartet. Die wichtigen Teilkomponenten zur Entwicklung in den nächsten sechs Monaten sowie zum Arbeitsmarkt haben sich etwas aufgehellt. Grund genug für Dow Jones (10.014,72 Punkte, +0,05 Prozent) und Nasdaq (1.767,43 Punkte, -0,26 Prozent), neuen Mut zu fassen. Beide Indizes lagen lange Zeit in der Gewinnzone. Am Nachmittag ließ der Enthusiamus dann nach. Für Unruhe sorgten die Protokolle der letzten Sitzung des Fed-Offenmarktausschusses. Einige Mitglieder hatten mehr Stimulierungsmaßnahmen für diie US-Wirtschaft angeregt.

Die letzten Prognosen für die Autoabsatzzahlen, die am Mittwochnachmittag herauskommen werden, kamen nicht gut an der Wall Street an. Im August könnte der Fahrzeugsektor ein neues 28-Jahrestief erreicht haben. Im Vorjahr hatte noch die US-Abwrackprämie für gute Absatzzahlen gesorgt. Nun fehlen laut Aussagen von Experten die Prämien, aber auch das Vertrauen der Amerikaner in die Wirtschaftserholung, um mehr PKWs abzusetzen.

Saks könnte in Kürze ein Übernahmeangebot erhalten. Nach Informationen der britischen Tageszeitung „Daily Mail“ ist eine Gruppe von Private-Equity-Investoren am Luxuseinzelhändler interessiert. Das Gebot könnte 1,7 Milliarden Dollar betragen. Das Ganze wird aber laut Marktkennern noch teurer. Die Anteilseigner Carlos Slim und Diego Della Valle könnten für ihre Zustimmung einen kräftigen Aufschlag verlangen. Die Aktie von Saks schoss am Dienstag um rund 22 Prozent nach oben.

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