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Wall Street gemächlich vor der Weihnachtspause: Auftagseingänge langlebiger Güter, Bed Bath & Beyond, Micron im Fokus

Caroline Scherr - New York

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Am letzten Handelstag vor Weihnachten wurden eine Menge von US-Konjunkturdaten veröffentlicht. Kein Datum konnte aber nachhaltig überzeugen. Die persönlichen Einkommen stiegen nach Informationen des Handelsministeriums um 0,3 Prozent und damit etwas schwächer als erwartet an. Die persönlichen Ausgaben nahmen um 0,4 Prozent zu. Die Auftragseingänge langlebiger Güter rutschten im November um 1,3 Prozent ab und überraschten die Experten negativ. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sanken wie erwartet leicht um 3.000 auf 420.000 Stück ab. Dow Jones und Nasdaq kämpften nach Bekanntgabe der Daten zu Handelsbeginn mit leichten Verlusten.

Knapp eine halbe Stunde später kam der nächste Schwung an Konjunkturdaten. Das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan kletterte auf 74,5 Punkte, den höchsten Stand seit 2008. Die Erwartungen wurden im Großen und Ganzen getroffen. Die neuen Hausverkäufe stiegen laut Census Bureau um 5,5 Prozent auf 290.000 und verfehlten die Prognosen.

Der Handel gestaltete sich am Donnerstagmorgen insgesamt wieder ruhig, das Volumen blieb recht gering. Auch die Bankenwerte, die in der laufenden Woche eine kleine Weihnachtsrallye gestartet hatten, legten eine Pause ein.

Die Aktie von Bed, Bath & Beyond vollführte eine stärkere Performance und stieg um über fünf Prozent an. Der Einzelhändler hatte einen überraschend starken Gewinnsprung auf 188,6 Millionen Dollar vorgelegt. Der Umsatz kletterte im dritten Quartal um 11,1 Prozent auf 2,2 Milliarden Dollar. Darüber hinaus hob Bed, Bath & Beyond die Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr auf 2,86 bis 2,90 Dollar je Aktie an und kündigte ein zwei Milliarden Dollar starkes Aktienrückkaufprogramm an, das Anfang 2011 starten soll.

Der Nettogewinn von Micron ging im Vergleich zum Vorjahresquartal zurück auf 155 Millionen Dollar und verfehlte die Schätzungen der Experten. Der Umsatz kletterte über 30 Prozent auf 2,3 Milliarden und erreichte die Prognosen ebenfalls nicht. Die Nachfrage nach Chips steigt zwar gerade bei Smartphones und Tablet-Computern an. Der Rückkauf von Schulden sowie sinkende Verkaufspreise machten Micron zuletzt aber zu schaffen.

Zwischen den Jahren warten einige neue Konjunkturdaten auf den Markt. Der Case-Shiller-Hauspreis-Index und das Verbrauchervertrauen werden am kommenden Dienstag veröffentlicht. Am Mittwoch folgen die MBA-Hypothekenanträge und die Rohöllagerbestände, am Donnerstag kommen die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und die anstehenden Hausverkäufe heraus. Nur wenige kleinere US-Unternehmen werden Zahlen vorlegen.

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