Verhaltener DAX-Auftakt erwartet – Produktionsstopp bei MAN: Außerdem Commerzbank, Linde, Sartorius und ThyssenKrupp im Fokus
Der deutsche Aktienmarkt dürfte mit leichten Verlusten in die neue Woche starten. Händler taxieren den DAX zum Auftakt rund 0,2 Prozent tiefer als zum Xetra-Schluss am Freitag. Während in den USA die Angst vor dem Hurrikan Sandy für Zurückhaltung bei den Investoren sorgt, rücken hierzulande die Quartalszahlen der großen Konzerne, unter anderem der Commerzbank, in den Blickpunkt. Auch das Thema Griechenland steht nach wie vor im Fokus der Anleger. Finanzminister Schäuble sprach sich gegenüber dem Deutschlandfunk gegen einen Schuldenerlass der Euroländer für den hochverschuldeten Staat aus.
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Linde-Sparkurs trägt Früchte
Der Industriekonzern Linde hat im dritten Quartal dank der Lincare-Übernahme sowie positiver Spareffekte seinen Umsatz um 13,2 Prozent auf 3,889 Milliarden Euro ausgebaut. Im gleichen Zeitraum zog das operative Konzernergebnis (EBITDA) um 12,9 Prozent auf 908 Millionen Euro an. Unter dem Strich stand ein Plus von 313 Millionen nach 290 Millionen Euro im Vorjahr. Für das Gesamtjahr peilt Linde weiterhin einen Zuwachs bei Umsatz und beim operativen Ergebnis an. Im kommenden Jahr soll das EBITDA auf vier Milliarden Euro steigen.
MAN drosselt Produktion
Die Volkswagen-Tochter MAN hat für Mitte Oktober einen einwöchigen Produktionsstopp angekündigt. Darüber hinaus könnte die Produktion in den drei Wochen von 24. Dezember bis 11. Januar ruhen, teilte der Konzern nun mit. "MAN will damit auf die schwache Nachfrage reagieren und nicht auf Halde produzieren. Wir müssen uns der Marktlage anpassen," erklärte MAN-Sprecher Stefan Straub der Süddeutschen Zeitung. Von der Maßnahme wären rund 15.000 Mitarbeiter betroffen.
Sartorius hebt Gewinnziel
Der Labor- und Pharmazulieferer Sartorius konnte in den ersten neun Monaten seinen Umsatz um 18 Prozent auf 639,4 Millionen Euro ausbauen. Gleichzeitig verbesserte sich das EBITA um 22,5 Prozent auf 90,3 Millionen Euro. Unter dem Strich blieb ein Nettogewinn von 46,8 Millionen Euro. Auf Jahressicht erwarten die Göttinger nun einen wechselkursbereinigten Umsatzanstieg um etwa elf Prozent. Das EBITA soll um 18 statt wie bisher um 15 Prozent anziehen.
Umbau bei ThyssenKrupp stockt
Die Neuausrichtung zum Technologiekonzern bei ThyssenKrupp kommt nur schleppend voran. Grund: Für die zum Verkauf stehenden Stahlwerke in den USA und Brasilien sind bislang keine zufriedenstellenden Angebote eingegangen. Der Verkauf ist nötig, da Thyssen den Umsatzanteil der Stahlsparte von derzeit 40 auf etwa 30 Prozent reduzieren möchte.
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