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US-Märkte mit deutlichen Verlusten - Industrieproduktion wächst - Inflationsrate sinkt - Target, Abercrombie & Fitch

Manuel Koch

Der Mittwoch startete mit Verlusten. Zu Handelsbeginn ging der Dow Jones gleich 0,6 Prozent ins Minus. Noch immer ist Europa das Thema. Einige Experten sagen auch schon: "Vergessen Sie Italien und Griechenland. Die Lage in Spanien ist viel besorgniserregender!" Gemeint war damit, dass Spanien schon jetzt die höchsten Zinsen für Anleihen seit 14 Jahren zahlt. US-Analysten fürchten, dass Europa in eine ernste Rezession abrutschen könnte und die amerikanische Wirtschaft mit nach unten zieht. 

In Italien wurde Mario Monti als neuer Regierungschef vereidigt. Er wird auch gleichzeitig das Wirtschaftsministerium leiten. Sein Kabinett wird aus einer Gruppe von Experten bestehen und soll das Land aus der Krise führen. 

Zwei Themen beeinflussen also zur Zeit den US-Markt: Die Schuldenkrise in Europa und die recht stabilen US-Konjunkturdaten. Davon gab es am Mittwoch wieder einige: Die Industrieproduktion legte im Oktober um 0,7 Prozent zu. Das ist mehr als erwartet wurde. So hofft man darauf, dass auch das Wachstum des BIP robust bleibt. Die Verbraucherpreise sanken leicht um 0,1 Prozent. Ein weiteres Zeichen dafür, dass der Inflations-Höhepunkt in den USA erreicht sei. Auf Jahressicht legten die Preise z.B. für Lebensmittel um 3,5 Prozent zu.

Am Ende schloss der Dow Jones mit einem Minus von 1,6 Prozent und 11.906 Punkten. Der Nasdaq Composite verlor 1,7 Prozent bei 2.640 Punkten. Der S&P 500 ging mit einem Verlust  von 1,7 Prozent und 1.237 Zählern aus dem Handel. Am Mittwoch gab es bei den Dow-Werten nur einen Wert mit einem hauchdünnen grünen Vorzeichen: 3M (+0,0 Prozent). Die größten Verlierer waren Alcoa (-3,8 Prozent), JP Morgan Chase (-3,8 Prozent), Bank of America (-3,8 Prozent) und American Express (-3,7 Prozent).

Quartalszahlen gab es Target. Der zweigrößte Discount-Händler der USA schlug die Erwartungen: Der Gewinn ist von 535 auf 555 Millionen Dollar gewachsen, der Umsatz stieg um 5 Prozent auf 16,05 Milliarden Dollar. Die Prognose für das laufende Quartal sieht gut aus. Bei Target läuft es also besser als beim Konkurrenten Wal-Mart. Die Aktie wegen des Gesamtmarktes bei 0,5 Prozent im Minus.

Auch die beliebte US-Modemarke Abercrombie & Fitch legte Zahlen vor. Der Gewinn stieg aber nur ganz leicht von 50,0 auf 50,9 Millionen Dollar. Das lag vor allem an deutlich gestiegenen Kosten bei Rohstoffen, begründete das Unternehmen. ADie ktie wurde mit Minus 13,6 Prozent abgestraft.

Google stellt den lange vorbereiteten Online-Musikshop vor. Das Unternehmen hat auch bereits drei der vier großen Musikkonzerne mit an Bord. Damit tritt man in Konkurrenz zu Apples iTunes, das weltweit Marktführer ist. Die Songs bei Google werden zwischen 99 Cents und 1,29 Dollar kosten. Die Goolge-Aktie bei Minus 0,8 Prozent. 

Am Donnerstag erwarten wir die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, Wohnbaubeginne, Wohnbaugenehmigungen, den Bloomberg Consumer Comfort Index und den Phily Fed Index für November.

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