US-Märkte im Minus - Hoffnung auf Signale aus Jackson Hole sinkt - Konjunkturdaten belasten - Citigroup, Facebook, Macy's, Target
Am Donnerstag gingen die US-Börsen zu Handelsbeginn ins Minus. Der Dow Jones verlor 0,5 Prozent. Die Zweifel an weiteren ablockenden der Geldpolitik durch die US-Notenbank Fed wuchsen bei den Anlegern und belasteten die Märkte. Viele amerikanische Experten bremsen die Erwartungen an Fed-Chef Ben Bernanke. Vermutlich werde er am Freitag in Jackson Hole nur die Bereitschaft der Notenbank zum Handeln wiederholen und vor dem Treffen im September keine Maßnahmen vorwegnehmen. Der Beige Book der Fed sagt unterdessen, dass das US-Wachstum in den vergangenen Wochen in den zwölf Bezirken "bescheiden bis moderat" gewesen sei.
Von Konjunkturseite kamen am Morgen die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe. In der vergangenen Woche lagen sie bei enttäuschenden 374.000, Analysten hatten mit 370.000 gerechnet. Der Wert der Vorwoche wurde ebenfalls um 2.000 auf 374.000 nach oben revidiert. Außerdem kamen die persönlichen Einkommen. Sie stiegen im Juli um 0,3 Prozent, im Vormonat waren es noch 0,5 Prozent. Die persönlichen Ausgaben kletterten im Juli nur um 0,4 Prozent nach einer Stagnation im Juni. Experten hatten mit mehr Konsum gerechnet. Der Dow Jones ging noch vor der Mittagszeit unter die 13.000-Punkte-Marke.
Diskutiert wurde überall in den US-Medien die Rede von Paul Ryan auf dem Parteitag der Republikaner am Vorabend in Florida. Der mögliche Vize-Präsident unter einem Präsidenten Mitt Romney machte klar: Er will Steuern kürzen, Obamas Gesundheitsreform abschaffen und den Staatshaushalt senken.
Zu Handelsende schloss der Dow Jones mit einem Minus von 0,8 Prozent bei 13.001 Punkten. Der Nasdaq Composite verlor 1,1 Prozent bei 3.049 Zählern. Der breiter gefasste S&P 500 verbuchte einen Verlust von 0,8 Prozent bei 1.399 Punkten.
Zu den Gewinnern im Dow zählten: Gewinner gab es heute nur einen: Merck (+0,16%). Die größten Verlierer waren: Caterpillar (-1,9%), Intel (-1,6%) und Cisco (-1,5%).
Der Finanzinvestor Carlyle die Beschichtungssparte des US-Chemiekonzerns DuPont übernehmen. Für das Geschäft wurde ein Kaufpreis von 4,9 Milliarden Dollar vereinbart.
Im August konnten die Kaufhausketten Macy's und Target ihre Umsätze um 5,1 Prozent bzw. um 4,2 Prozent in den vergleichbaren Geschäften steigern.
Facebook (-0,1%) hat die nächste Hürde für eine Übernahme vom Foto-Dienst Instagram genommen. Die zuständige kalifornische Behörde genehmigte die Ausgabe von Aktien als Bezahlung der Instagram-Eigner.
Die Citigroup (-0,8%) zahlt gebeutelten Aktionären 590 Millionen Dollar, um einer Klage zu entgehen. Die Investoren hatten der US-Großbank vorgeworfen, ihr wahres Engagement bei giftigen Hypothekenpapieren zu Beginn der Finanzkrise verschleiert zu haben.
Auf der IFA in Berlin hat Samsung das erste Smartphone mit dem neuen Microsoft Betriebssystem Windows Phone 8 vorgestellt. Eine ganze Reihe von Geräten werden jetzt damit ausgestattet.
Amazon startet nun auch in Deutschland seinem App-Store für Android-Geräte. In den USA ist dieser bereits seit einem Jahr online und Kunden erwarben Millionen Apps.
Am Freitag gehen alle Blicke auf das Treffen der Notenbanker in Jackson Hole. Die Rede von Fed-Chef Ben Bernanke wird von den Märkten sehnsüchtig erwartet. Von Konjunkturseite schauen wir auf den finalen Wert des Verbrauchervertrauens der Uni Michigan für August. Außerdem kommen die Industrieaufträge für Juli.
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