US-Indizes: Stärkstes Quartal seit 1998 - Dow Jones und S&P 500 weiterhin in Plus - Google plant eigenes Tablet - Boeing erhält mehr Aufträge
Zum Wochenschluss am Freitag ging der Dow Jones mit einem Plus von 0,4 Prozent in den Handel.
Nachrichten aus Europa sorgten am Morgen für positiven Schwung. Die Finanzminister der Eurozone beschlossen, den Eurorettungsschirm auf über 800 Milliarden Euro auszuweiten.
Von Konjunkturseite überraschte das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan. Der Index stieg im März von 74,3 auf 76,2 Punkte. Analysten waren von einer Stagnation ausgegangen.
Der Chicago Einkaufsmanagerindex fiel im März mit 62,2 Punkten schlechter aus als erwartet. Analysten gingen von 63 Punkten aus, im Februar waren es 64 Punkte.
Die persönlichen Einkommen stiegen mit 0,2 Prozent allerdings etwas weniger stark als von Analysten mit 0,3 Prozent erwartet. Im Januar waren die Einkommen ebenfalls um 0,2 Prozent gestiegen.
Die persönlichen Ausgaben stiegen im Februar um 0,8 Prozent. Das ist besser als von Analysten mit 0,6 Prozent erwartet. Im Januar waren die Ausgaben um 0,4 Prozent gestiegen.
Die Sparrate der Amerikaner lag bei 3,7 Prozent. Im Vormonat waren es noch 4,3 Prozent.
Zu Handelsende schloss der Dow Jones mit 0,5 Prozent im Plus bei 13.212 Punkten. Der Nasdaq Composite verlor -0,1 Prozent auf 3.092 Zähler. Der breiter gefasste S&P 500 verbuchte einen Gewinn von 0,4 Prozent bei 1.408 Punkten.
Zu den Gewinnern im Dow zählten: Walt Disney (+1,8%), Hewlett Packard (+1,4%) und Merck & Co (+1,0%). Auf der Verliererseite standen: Intel (-0,2%), Alcoa (-0,1%) und American Express (-0,1%).
Das erste Quartal lief äußerst erfolgreich für die US-Indizes. Sie verbuchten die stärksten Gewinne seit 1998. Die Prognose heißt, wenn das erste Quartal stark ist, wird in der Regel auch das Gesamtjahr gut. Ab der kommenden Woche erwarten Experten aber erst einmal einen kleinen Strategiewechsel der Hedgefonds und somit eher fallende Märkte.
Von Unternehmensseite: Der angeschlagene BlackBerry-Hersteller Research in Motion will nach einem weiteren schwachen Quartal seinen Niedergang mit drastischen Maßnahmen stoppen. Der erst seit zwei Monaten amtierende deutsche RIM-Chef Thorsten Heins schloss auch einen Verkauf nicht aus, wolle aber zuerst auf Kooperationen setzen. Im vierten Geschäftsquartal sank der Umsatz um ein Viertel und musste einen Verlust von 125 Millionen Dollar verbuchen. Der Absatz der Geräte fiel um 21 Prozent auf 11,1 Millionen Mobiltelefone. RIM kämpft vor allem gegen die Konkurrenz von Apples iPhone. Das Unternehmen hatte lange den Trend von Touchscreen-Handys ignoriert. Die Aktie im Plus 7,0 Prozent.
Die Erzrivalen Apple und Samsung erwägen wohl ein Ende ihrer kostenspieligen Patent-Streitigkeiten. Manager beider Konzerne hatten sich getroffen. Offenbar will der neue Apple-Chef Tim Cook vom Konfrontationskurs des verstorbenen Steve Jobs abrücken.
Boeing erhält mehr Aufträge. Der US-Flugzeugbauer verkaufte an die China Eastern Airlines jetzt statt 24 Dreamliner-Maschinen 45 Maschinen des Typs 737. Die Boeing-Aktie schloss bei 0,4 Prozent im Plus.
Google will in Eigenregie einen Tablet-Computer verkaufen. Damit möchte man Apples iPad mehr Konkurrenz machen. Google wolle dafür einen Online-Shop einrichten, berichtet das Wall Street Journal. Die Google-Aktie bei 1,1 Prozent im Minus.
In der kommenden Woche stehen wieder einige Konjunkturdaten aus den USA im Fokus. Vor allem die Arbeitsmarktdaten am Mittwoch und Freitag werden wichtig sein.
Montag
ISM-Einkaufsmanagerindex März
Bauausgaben Februar
Dienstag
Industrieaufträge Februar
Fed Sitzungsprotokoll
Mittwoch
Zahl der Hypothekenanträge
Challlenger Job-Cut Report März
ADP-Arbeitsmarktbericht März
Dienstleistungsindex März
US-Öllagerbestände
Donnerstag
Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe
Freitag
Arbeitsmarktdaten März
Arbeitslosenquote März
Stundenlöhne März
Wochenstunden März
Verbraucherkredite Februar
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