US-Indizes schließen im Plus - Schwache Konjunkturdaten - Facebook-Aktie unter Druck - Home Depot, Microsoft, Walt Disney
Am Mittwoch bewegten sich die US-Börsen zu Handelsstart wieder mehr vom Fleck und gingen ins Plus. Der Dow Jones gewann 0,9 Prozent und rückte damit etwas weg von der so nah gekommenen 12.000-Punkte-Marke. Der Blick ging am Morgen vor allem auf die Europäische Zentralbank. Sie ließ den Leitzins wie erwartet unverändert bei 1,0 Prozent.
Der spanische Wirtschaftsminister Luis De Guindos versucht momentan alles, die Märkte zu beruhigen. Es gäbe keinerlei Gespräch über einen Notfallrettungsplan für die Banken, allerdings werde ein langfristiger Plan zur Sanierung des spanischen Bankensektors vorbereitet.
Von Konjunkturseite kamen vor der Opening Bell schon einige eher enttäuschende Daten. Die Zahl der Hypothekenanträge ist in der vergangenen Woche um 1,3 Prozent angestiegen. In der Woche zuvor waren die Anträge noch leicht gesunken.
Die Arbeitsproduktivität sank im ersten Quartal deutlicher als bisher geschätzt. Aufs Jahr hochgerechnet ergibt sich ein Minus von 0,9 Prozent. Volkswirte hatten ein Minus von 0,8 Prozent erwartet.
Die Lohnstückkosten sind weniger stark gestiegen als erwartet. Sie kletterten um revidiert 1,3 Prozent. Analysten hatten hier einen Anstieg von 2,1 Prozent gesehen.
Zu Handelsende schloss der Dow Jones den zweiten Tag in Folge im Plus bei 2,4 Prozent und 12.415 Punkten. Das war der höchste Anstieg seit März. Der Nasdaq Composite gewann 2,4 Prozent bei 2.845 Zählern. Der breiter gefasste S&P 500 verbuchte einen Gewinn von 2,3 Prozent bei 1.315 Punkten.
Zu den größten Gewinnern im Dow zählten: Bank of America (+7,4%), United Technologies (+4,0%) und Caterpillar (+3,5%). Verlierer gab es keine.
Fast drei Wochen nach dem Börsengang ist die Facebook-Aktie weiter unter Druck und hat gut ein Drittel ihres Werts verloren. Sie lag bei Handelsschluss 3,8 Prozent im Plus bei 26,86 Dollar. Laut einem Zeitungsbericht will die Technologiebörse Nasdaq wegen des verspäteten Börsendebüts die Finanzfirmen dafür entschädigen. Deren Verluste werden auf 100 Millionen Dollar geschätzt.
Die US-Baumarktkette Home Depot hat ihr Aktienrückkaufprogramm für 2012 kräftig aufgestockt. Das Ankaufprogramm erhöhte sich um 500 Millionen auf rund vier Milliarden Dollar, so der Konzern. Die Aktie 3,4 Prozent im Plus.
Der US-Medienkonzern News Corp. will eine 50 Prozent-Beteiligung am Sport- und Entertainment-Unternehmen ESPN STAR Sports (ESS) erwerben. Das Unternehmen gehörte bisher zu 80 Prozent zu ABC. Die Aktie von News Corp. schließt 4,3 Prozent im Plus.
Der Unterhaltskonzern Walt Disney will ungesunde Lebensmittel und Fast Food aus den Werbepausen seiner Sender verbannen. Die Aktie schließt 1,5 Prozent im Plus.
Microsoft will für Smartphones mit dem Betriebssystem Windows Phone 7 ein umfangreiches Software-Upgrade anbieten, das berichten Medien. Die Handys sollen damit in den Genuss vieler Funktionen des geplanten Nachfolgers Windows Phone 8 kommen. Die Aktie schließt 3,0 Prozent im Plus.
Am Donnerstag schauen wir in den USA auf Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, die Verbraucherkredite für April und das Fed Balance Sheet.
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