US-Indizes mit deutlichen Gewinnen - Fed hält an lockerer Geld-Politik fest - Daten vom Häusermarkt überzeugen nicht - Microsoft, Twitter
Der Dow Jones ist zu Wochenstart am Montag mit 0,7 Prozent positiv in den Handel gestartet.
Am Morgen waren alle Blicke auf den US-Notenbanker Ben Beranke gerichtet. Der Fed-Chef kündigte eine anhaltende lockere Geldpolitik an. Er sagte, dass sich am US-Arbeitsmarkt in den vergangenen Monaten viel getan habe, trotzdem sei es nicht sicher, ob dieser Trend nachhaltig sei.
Schaut man auch wieder auf Konjunkturdaten vom Häusermarkt, ist auch klar, was Bernanke mit zu langsamem Wachstum meint. Die anstehenden Hausverkäufe waren im Februar um 0,5 Prozent rückläufig. Experten hatten mit einem Anstieg von 1,0 Prozent gerechnet.
Da das Quartalsende bevorsteht, dürften zögernde Investoren aus der Deckung hervorkommen. In dieser Woche können alle noch mal ihre Bilanzen aufhübschen. Experten rechnen deswegen mit einer "Einkaufstour" an der Wall Street. Das es sich lohnen könnte zeigt der S&P. Er legte gut elf Prozent in diesem Quartal zu. Es könnte das beste Quartal seit 1998 für den S&P werden.
Gute Konjunkturdaten und billiges Geld der Zentralbanken haben die Rallye bisher vorangetrieben. Deswegen dürften jetzt vor allem Hedgefonds zuschlagen. Sie haben eine Menge aufzuholen. Investoren, die vor allem in Staatsanleihen und andere festverzinsliche Produkte investiert haben, seien jetzt auch unter Zugzwang, um die höheren Renditen im Aktienmarkt mitzunehmen.
Zu Handelsende schloss der Dow Jones mit 1,2 Prozent im Plus bei 13.242 Punkten. Der Nasdaq Composite gewann 1,8 Prozent bei 3.123 Zählern. Der breiter gefasste S&P 500 verbuchte einen Gewinn von 1,4 Prozent bei 1.417 Punkten.
Zu den Gewinnern im Dow zählten: American Express (+2,5%), JP Morgan Chase (+2,2%) und United Technologies (+2,1). Auf der Verliererseite standen nur ein Unternehmen: Verizon (-0,2%).
Microsoft und Nokio wollen die Entwicklung von Anwendungen für die Smartphone-Plattform Windows Phone in Schwung bringen. Mit einem 18 Millionen Euro schweren Programm wollen sie Entwicklern schmackhafter machen, für Microsofts Plattform Apps zu programmieren. Die Microsoft-Aktie schloss im Plus bei 1,8 Prozent.
Der US-Automobilhersteller General Motors beabsichtigt, die Fertigung bei seiner Tochter Opel in Niedriglohnländer zu verlagern. So könnte im polnischen Gliwice die Produktion um 25 Prozent erhöht werden, während das Werk in Bochum spätestens 2015 geschlossen werden soll. Für die Emerging Markets plant General Motors eine Allianz mit Peugeot. Die beiden Konzerne könnten einem Kleinwagen in Lateinamerika auf den Markt bringen, hieß es. Die GM-Aktie tendierte bei 1,6 Prozent im Plus.
Der Online-Kurznachrichtendienst Twitter wird seine Deutschland-Zentrale - anders als z.B. Facebook - in Berlin ansiedeln. Auch ein Deutschland-Chef sei gefunden, berichten Medien.
Wir schauen diese Woche wieder auf eine Reihe von Konjunkturdaten: Das Verbrauchervertrauen, der Case Shiller Hauspreisindex und die Quartalszahlen von Walgreen am Dienstag, die Auftrageingänge langlebiger Güter am Mittwoch, gefolgt am Donnerstag vom Bruttoinlandsprodukt für das vierte Quartal. Am Freitag kommen der Chicago Einkaufsmanagerindex und das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan.
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