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US-Indizes im Plus – Gemischte Konjunkturdaten – Bankenrettung in Europa im Fokus – Facebook, FedEx, RIM

Franziska Schimke

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Der Dow Jones startete am Dienstag nach dem langen Wochenende freundlich bei 12.549 Punkten in den Handel und lag somit wieder über der 12.500 Punkte-Marke.

Die Konjunkturdaten am Dienstag fielen gemischt aus. Der Case-Shiller-Hauspreisindex lag mit -2,6 Prozent nah an den Prognosen, die bei -2,7 Prozent angelegt wurden. Im Vormonat lag der Index noch bei einem Minus von 3,5 Prozent.

Das Verbrauchervertrauen der Amerikaner ist im Mai von 69,2 im Vormonat auf 64,9 Zähler gefallen. Bankvolkswirte hatten hingegen mit einem leichten Anstieg auf 69,6 Punkte gerechnet. Der Wert ist der tiefste Stand des Indexes seit sechs Monaten.

Weiterhin ist die europäische Schuldenkrise ein Thema am US-Markt. Die US-Zentralbank sieht sich jedoch gut gerüstet, um alle etwaigen Folgen der Euro-Krise in den Griff zu bekommen. Auf kurze Sicht könnte sich die Unsicherheit in Europa sogar zugunsten der US-Wirtschaft auswirken, denn die Besorgnis über Griechenland könnte dazu führen, dass global agierende Investmentfonds vermehrt Finanzmittel in den USA parkten und damit die Liquidität erhöhen.

Auch die amerikanische Währung wird von den Nachrichten aus Europa beeinflusst. Der Dollar ist so stark wie lange nicht mehr. Der durch die Europa-Krise geschwächte Euro fiel mit 1,2476 US-Dollar auf das niedrigste Level seit Juli 2010.

Nicht nur in Europa stehen die Banken im Fokus, sondern auch in den USA. Die US-Investmentbank Merrill Lynch veröffentlicht eine Sektorstudie über die großen Banken in den USA. Aus dieser geht hervor, dass die saisonal starke Ertragsentwicklung im ersten Quartal keinen nachhaltigen Wendepunkt markiert hat. Die Gewinneinschätzungen für wurden aus diesem Grund massiv gesenkt.

Zum Handelsschluss schloss der Dow Jones bei 12.581 Punkten mit einem Plus von 1,0 Prozent. Der Nasdaq Composite konnte sich um 1,2 Prozent auf 2.871 Zähler verbessern. Der breiter gefasste S&P 500 schließt 1,1 Prozent im Plus bei 1.332 Punkten.

Die größten Gewinner im Dow Jones waren: Bank of America (+4,0%), Alcoa (+3,0%) und Caterpillar (+2,9%). Zu den größten Verlierern zählten Exxon Mobil (-0,2%) und Mc Donald's (-0,2%).

Im Rahmen des Rekordbörsengangs von Facebook stand ein Problem ganz besonders im Fokus: Die fehlenden Werbeumsätze bei steigender Nutzung der Facebook-App auf mobilen Endgeräten. Dies könnte sich schon bald ändern. Medienberichten zufolge plant das soziale Netzwerk nun ein eigenes Smartphone. In Zusammenarbeit mit HTC will Mark Zuckerberg in den Hardware-Markt einsteigen. Das Gerät könnte schon in der zweiten Jahreshälfte auf den Markt kommen. Ein britischer Blog gibt an, dass Facebook außerdem die Übernahme des Softwareherstellers Opera plant. Auch wenn eine geplante Akquisition bisher noch nicht bestätigt wurde, profitiert der in Norwegen gelistete Konzern von den Übernahmegerüchten. Die Facebook-Aktie verliert 9,7 Prozent und landet zum ersten Mal unter der 30-Dollar-Marke.

Um das Unternehmen wieder in die schwarzen Zahlen zu bringen, will der BlackBerry-Hersteller Research in Motion (RIM) 2.000 Stellen streichen. Die Sparmaßnahme trifft nicht nur Mitarbeiter, sondern auch Führungskräfte wie zum Beispiel Senior Vice President Alan Brenner. Zuletzt entfielen nur noch sieben Prozent des Smartphone-Umsatzes auf Geräte des einstigen Smartphone-Pioniers. Die Aktie legt 2,1 Prozent zu.

Der amerikanische Logistikkonzern FedEx gibt die Übernahme des in Brasilien ansässigen Logistikanbieters Rapidão Cometa Logística e Transportes bekannt. Mit dieser Akquisition kann FedEx seine Marktposition in Lateinamerika weiter ausbauen und seine Marktmacht im internationalen Geschäft stärken. Die Aktie schließt mit einem Plus von 1,9 Prozent.

Der größte japanische Agrarhändler Marubeni steht vor einer Milliardenübernahme auf dem US-Getreidemarkt. Für 3,6 Milliarden Dollar wollen die Japaner laut eigener Aussage den drittgrößten US-Getreidevermarkter des Landes, die Gavilon Group, übernehmen.

Von Konjunkturseite stehen Mittwoch die Zahl der Hypothekenanträge und die anstehenden Hausverkäufe für April im Fokus.

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