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US-Indizes im Minus - US-Notenbank plant keine neuen Lockerungen - Industrieaufträge steigen weniger als erwartet - Exxon, Groupon, NYSE

Manuel Koch

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Der Dow Jones ist zu Handelsbeginn am Dienstag mit einem leichten Minus in den Tag gestartet. Der Index verlor 0,2 Prozent. 

Der Markt war den ganzen Vormittag verhalten. In einer Karwoche ist das sowieso normal. Außerdem richteten sich alle Blicke auf das Protokoll des Offenmarktausschusses der US-Notenbank Fed vom letzten Treffen. Danach plant die Notenbank keine weiteren geldpolitischen Lockerungen, was die Märkte noch etwas weiter ins Minus geschickt hat. Wobei es langfristig gesehen ein positives Signal ist.  

Der Auftragseingang in der US-Industrie konnte im Februar um 1,3 Prozent zulegen. Das ist allerdings weniger als von Analysten zuvor mit 1,4 Prozent erwartet. Im Januar versuchten die Industrieaufträge noch einen Rückgang um 1,0 Prozent.

Immer besser scheint es für die großen Auto-Konzerne in den USA zu laufen. Die Zeichen stehen auf Erholung. Der drittgrößte US-Autobauer Chrysler konnte im März den Absatz um 34,2 Prozent auf über 163.000 Fahrzeuge steigern. General Motors setzte 11,8 Prozent mehr Fahrzeuge ab. Ford verkaufte im März 5,0 Prozent mehr Autos. Die deutsche Marke Volkswagen steigerte den Absatz sogar um 34,6 Prozent. AutoNation, der größte Händler für Neu- und Gebrauchtwagen in den USA, konnte die Neuwagen-Absätze im März um 15 Prozent auf über 25.000 Pkw ausweiten.

Die Ratingagentur Fitch begrüßte die von den Euro-Finanzministern vereinbarte Vergrößerung der "Brandmauer" zur Eindämmung der Eurokrise. Die Entscheidung zur Erhöhung des Ausleihvolumens der beiden Rettungsfonds EFSF und ESM sei positiv, so Fitch.

Chinas Zentralbankchef warnte die USA vor einer Fortsetzung der extrem expansiven Geldpolitik. China kritisierte, dass die US-Notenbank Fed auch die globalen Effekte bei ihren Maßnahmen Bedenken müsste.

Zu Handelsende schloss der Dow Jones mit 0,5 Prozent im Minus bei 13.200 Punkten. Der Nasdaq Composite verlor 0,2 Prozent bei 3.114 Zählern. Der breiter gefasste S&P 500 verbuchte einen Verlust von 0,4 Prozent bei 1.413 Punkten.

Zu den Gewinnern im Dow zählten: McDonald´s (+1,1%), American Express (+1,0%) und Merck (+0,6%). Auf der Verliererseite standen: Bank of America (-2,0%), Hewlett-Packard (-1,8%) und Exxon Mobil (-1,4%).

Momentan ist das US-Ölunternehmen Exxon Mobil nur noch die weltweite Nummer drei beim täglichen Öl-Ausstoß. Petrochina und Rosneft fördern mehr schwarzes Gold. Die Exxon-Aktie schloss bei Minus 1,4 Prozent.

Die US-Börsenaufsicht SEC überprüft jetzt die überraschende Korrektur der ersten Quartalszahlen der Schnäppchen-Website Groupon. Nachdem Geoupon am Freitag nachbörslich Gewinn- und Umsatzzahlen nach unten korrigierte, fiel die Aktie fast 17 Prozent am Montag. Am Dienstag schloss sie weiter im Minus bei 1,7  Prozent.

Nach der gescheiterten Fusion mit der Deutschen Börse AG will die NYSE Euronext ihre Prozesse straffen, Töchter verkaufen und die Anteilseigner mit Aktienrückkäufen bei Laune halten. Bis Ende 2013 wollen die Amerikaner jährlich 250 Millionen Dollar einsparen. Die NYSE-Aktie verlor 1,5 Prozent. 

Der US-Computerhersteller Dell zahlt laut Medienberichten für Wyse Technology rund eine Milliarde Dollar. Beide Unternehmen wollten die Berichte nicht bestätigen. Die Dell-Aktie im Minus bei 1,0 Prozent.

Der Schweizer Pharma-Konzern Roche zeigte sich enttäuscht über die erneute Abfuhr für die geplante Übernahme der US-Gentechnikfirma Illumina. Illumina wies das Angebot zurück, Roche hält es weiterhin für sehr attraktiv. Die Illumina-Aktie im Plus bei 1,2 Prozent.

Bei Goldman Sachs zieht ein neuer stärker Mann ein. Der ehemalige Versicherungschef James Schiro übernimmt den jüngst geschaffenen Posten des obersten Direktors und schaut damit künftig Lloyd Blankfein auf die Finger.

Google richtet sein Augenmerk verstärkt auf das Bezahlen im Internet, vor allem mit Smartphones. Deswegen übernimmt der Internetgigant jetzt die Bezahlattform TxVia. Google verlor zu Beginn des Jahres Marktanteile an kleinere Konkurrenten. Trotzdem beherrscht das Unternehmen mit 91,6 Prozent weiter deutlich den Markt. Die Google-Aktie bei Minus 0,7 Prozent.

Am Mittwoch schauen wir vor allem auf den ADP-Arbeitsmarktbericht für März, auf die Zahl der Hypothekenanträge, den Dienstleistungsindex und die Öl-Lagerbestände.

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