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US-Indizes am Freitag im Plus - auf Wochensicht im Minus - Häusermarkt überzeugt nicht - Apple kurzzeitig im Fall - Ausblick

Manuel Koch

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Bei dünner Nachrichtenlage ist der Dow Jones am Freitag im Minus gestartet. Der US-Leitindex verlor 0,3 Prozent zum Handelsstart. Analysten sehen den Markt auch aktuell unter einem starken Korrekturdruck. Zur Mittagszeit drehte der Dow dann ins Plus. 

EZB-Präsident Mario Draghi sprach sich gegen eine Transferunion aus, in der wenige EU-Länder bezahlen müssten und alle anderen nur Geld ausgeben. Damit stellte er sich auch gegen Eurobonds. Unterdessen scheint die Regierungskoalition aus CDU/CSU und FDP offenbar bereit zu sein, den Eurorettungsschirm aufzustocken. Der vorläufige Schirm EFSF und der permanente ESM würden parallel nebeneinander laufen.

Die Verkäufe bestehender Häuser sanken im Februar um 1,6 Prozent. 313.000 Häuser wurden verkauft, Analysten hatten mit 323.000 Verkäufen gerechnet. Die Hausmarktdaten enttäuschten also wieder einmal diese Woche. 

Das konnte man auch an den Zahlen des US-Baukonzerns KB Home ablesen. Er meldete zwar, dass sich der Verlust halbiert habe. Der Nettoverlust belief sich auf 45,8 Millionen Dollar, nach einem Verlust von 114,5 Millionen Dollar im Vorjahr. Der Umsatz erhöhte sich um 29 Prozent auf 254,6 Millionen Dollar. Trotzdem lagen die Ergebnisse deutlich unter den Erwartungen der Analysten. 

Zu Handelsende schloss der Dow Jones mit 0,3 Prozent im Plus bei 13.081 Punkte nach. Der Nasdaq Composite gewann 0,2 Prozent bei 3.068 Zählern. Der breiter gefasste S&P 500 verbuchte einen Gewinn von 0,3 Prozent bei 1.397 Punkten. Alle drei Indizes haben in dieser Woche zwischen 0,1 beim Nasdaq und 1,5 Prozent beim Dow Jones verloren.  

Zu den Gewinnern im Dow zählten: Hewlett Packard (+1,2%), Alcoa (+1,0%) und Bank of America (+0,7%). Auf der Verliererseite standen: Home Depot (-1,4%), Walt Disney (-0,9%) und Verizon (-0,6%).

Die Apple-Aktie ist am Freitag kurzzeitig um 9 Prozent auf 542,80 Dollar abgesackt. Daraufhin wurde Handel der Apple-Aktie eingestellt. Die Handelsplattform BATS hatte anscheinend einen technischen Fehler gehabt. Später wurde die Apple-Aktie aber wieder normal gehandelt, sie schloss mit Minus 0,6 Prozent bei 596,05 Dollar. Das Kuriose: Das Unternehmen BATS feierte erst am Freitag seinen Börsengang, den es am Abend sofort wieder zurückzog, nachdem die Aktie zeitweise über 40 Prozent ins Minus gegangen war. 

Der Sportartikelhersteller Nike profitierte im abgelaufenen Quartal von einer höheren Nachfrage vor allem in Nordamerika und den schnellwachsenden Schwellenländern. Nur in Japan konnte kein Wachstum erzielt werden. Der Nettogewinn stieg um 7,0 Prozent auf 560 Millionen Dollar. Der Umsatz legte um 16 Prozent auf 5,8 Milliarden Dollar zu. Die vielbeachtete Bruttomarge sank nur um zwei Prozentpunkte auf 43,8 Prozent. Zuletzt hatte die Rentabilität unter steigenden Rohstoff- und Lohnkosten gelitten. Die Aktie lag im Minus bei 3,2 Prozent. 

Der amerikanische Restaurantbetreiber Darden Restaurants verbuchte im dritten Quartal einen Gewinn- und Umsatzanstieg. Beim Nettogewinn verzeichnete der Konzern einen Anstieg auf 164,1 Millionen Dollar. Der Umsatz kletterte von 1,98 auf 2,16 Milliarden Dollar zum Vorjahr. Die Aktie schloss im Minus bei 1,8 Prozent. 

Die Fluggesellschaft US Airways spricht laut Insidern mit den Gläubigern des Konkurrenten American Airlines über eine mögliche Übernahme der insolventen Fluggesellschaft. Eine Fusion solle möglichst noch vor dem Auslaufen des Gläubigerschutzes vollzogen werden.

Die Mitarbeiter von Opel müssen sich erneut auf tiefe Einschnitte gefasst machen. Der US-Mutterkonzern General Motors will hart durchgreifen und Kosten senken. Dabei stünden einmal mehr zwei Werke auf der Kippe, berichtet das Wall Street Journal. Darunter sei auch das Werk in Bochum.

Die Deutsche Telekom setzt bei ihrer schwächelnden US-Mobilfunktochter T-Mobile USA den Rotstift an. In einem ersten Schritt werde die Zahl der Call-Center-Standorte von 24 auf 17 reduziert. Davon seien 3.300 Arbeitsplätze betroffen, 1.400 würden jedoch in den verbleibenden Call-Centern aufgestockt. 

US-Präsident Obama hat den koreanisch-amerikanischen Physiker Jim Yong Kim als Welt Bank-Präsidenten und Nachfolger von Robert Zoellick nominiert. Der 52-jährige ist momentan der Präsident des Dartmouth College in New Hampshire. 

Google bastelt daran, die Umgebungsgeräusche bei Handy-Telefonaten für gezielte Werbung auszuwerten. Damit wäre es möglich Regen im Hintergrund zu registrieren und etwa Werbung für Regenschirme einzublenden. Die Technologie will sich Google patentieren lassen. Die Google-Aktie tendierte bei Minus 0,5 Prozent.

Auch in der kommenden Woche erwarten wir wieder Daten zum Häusermarkt und außerdem Bruttoinlandsprodukt für das vierte Quartal 2011.

Montag

Anstehende Hausverkäufe Februar 

Dienstag

S&P Case Shiller Hauspreisindex Januar

Verbrauchervertrauen Conference Board März

Quartalszahlen von Walgreen 

Mittwoch

MBA Zahl der Hypothekenanträge 

Auftragseingang für langlebige Güter

Donnerstag 

Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe

Bruttoinlandsprodukt 4. Quartal (Final)

Unternehmensgewinne 4. Quartal

Agrarpreise März

Quartalszahlen von Best Buy, Research in Motion, Texas Industries

Freitag 

Persönliche Auslagen Februar

Persönliche Einkommen Februar

Chicago Einkaufsmanagerindex März

Verbrauchervertrauen Uni Michigan März (Final)

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