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US-Börsen zu Wochenstart fast unverändert - Warten auf "September der Entscheidungen" - Apple, Best Buy, Google, Lowe's

Manuel Koch

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Am Montag gingen die US-Börsen zu Handelsbeginn ins Minus. Der Dow Jones verlor 0,1 Prozent hinzu.

Die Europäische Zentralbank dementierte, Staatsanleihen von den Euro-Krisenländern kaufen zu wollen. Der "Spiegel" hatte am Wochenende darüber berichtet, allerdings ohne eine Quelle zu nennen. Demnach wolle die EZB mit einem Zinsziel den Renditeanstieg begrenzen.

Anleger schauten wieder nach Griechenland und die Diskussion um neue Milliardenlöcher. Mit Spannung erwarten Investoren deshalb das Treffen des griechischen Regierungschefs Samaras mit Eurogruppenchef Juncker und Bundeskanzlerin Merkel in dieser Woche.

Von Konjunkturseite war es am Montag ruhig. Der Chicago Fed National Activity Index verbesserte im Juni leicht und lag bei -0,13 Punkten.

Auch in dieser Woche wird die Wall Street abwarten. Warten auf den "September der Entscheidungen". Dann treffen sich die Notenbanken wieder, die Euro-Finanzminister kommen zusammen und das Bundesverfassungsgericht wird über den Rettungsschirm ESM entscheiden.

Die US-Bilanzsaison dürfte kaum noch für Bewegung sorgen. Wir werden Zahlen von Best Buy und Dell (Dienstag) und Hewlett-Packard (Mittwoch) sehen. Deswegen gehen die Blicke am Mittwoch Protokoll der US-Notenbank Fed. Jede kleinste Aussage wird dann unter die Lupe genommen.

 

Warren Meyers von DME Securities erwartet sinkende US-Börsen für diese Woche: "Meiner Meinung nach ist der Markt im Moment sehr ermüdet und deshalb werden wir eine Erholung in Form von einem Abwärtstrend sehen. Wir standen die letzten Wochen trotz unglaublich niedrigem Volumen immer sehr hoch, so dass ein Rückgang durchaus gesund für den Markt wäre." Der Händler ist seit Jahrzehnten an der New Yorker Börse tätig. So ein geringes Handelsvolumen hat er schon lange nicht mehr gesehen: "Vergangene Woche war wahrscheinlich die ruhigsten Woche in den letzten acht bis zehn Jahren. Trotzdem haben wir an den Kapitalmärkten einen Aufwärtstrend gesehen, was ein Zeichen dafür ist, dass stets genug Interesse da ist. Ich bin ein bisschen besorgt über die Schnelligkeit, mit der wir letzte Woche nach oben gesteuert sind, da es bei so einem geringen Volumen auch genau so kurzzeitig wieder in die andere Richtung gehen kann." Meyers erwartet auch in den kommenden Woche wenig Bewegung am Markt: "Viele Investoren warten auf Ben Bernanke, der Ende des Monats eine wichtige Rede hält und man wird versuchen herauszufiltern, wo die Fed sich positionieren wird. Meine persönliche Einschätzung ist, dass wir überhaupt nichts von der Fed erfahren werden bis die Wahlen vorbei sind."

 

Zu Handelsende schloss der Dow Jones fast unverändert bei 13.272 Punkten. Ebenso der Nasdaq Composite, welcher immer noch bei 3.076 Zählern steht. Der breiter gefasste S&P 500 verbuchte auch weder Verlust noch Gewinn und bleibt bei 1.418 Punkten.

Zu den Gewinnern im Dow zählten: Hewlett-Packard (+2,8%), Bank of America (+1,8%) und JPMorgan (+1,1%). Die größten Verlierer waren: American Express (-1,2%), Verizon (-0,9%) und AT&T (-0,8%).

Die zweitgrößte Baumarktkette in den USA, Lowe's, kämpft wegen Sonderbelastungen mit einem gesunkenen Gewinn. Auch der Jahresausblick wurde gesenkt.

Die US-Großbank JPMorgan will Verluste aus Fehlspekulationen durch einen Panel untersuchen lassen. Hochrangige Vertreter sollen dafür berufen werden.

Auch die Deutsche Bank ist im Visier von Ermittlungen. US-Ermittler untersuchten Geschäfte der Bank mit dem Iran. Die Untersuchungen seien in einem frühen Stadium, so US-Behörden.

Der weltgrößte Baumaschinenhersteller Caterpillar bleibt vorsichtig. Das Unternehmen rechnet 2013 mit einem leicht besseren Jahr als 2012. Aber es sollte nicht deutlich besser werden, so Unternehmenschef Oberhelman.

Deutsche Verbraucherschützer verklagen Apple und Google. Auch die weltweit tätigen Internet-Konzerne sollen sich an die deutschen Richtlinien halten.

Die Elektronikkette Best Buy hat einen neuen Chef: Hubert Joly wird ab sofort der neue Vorstandsvorsitzende des Unternehmens. Erst in der vergangenen Woche hatte der Gründer Richard Schulze bekannt gegeben, die Firma wieder übernehmen und neu ausrichten zu wollen.

Der drittgrößte US-Krankenversicherer, Aetna, schloss eine Vereinbarung zur Übernahme des Konkurrenten Coventry Health Care. Der Deal hat ein Volumen von 5,7 Milliarden Dollar.

Der Autobauer General Motors muss in den USA fast 250.000 SUV-Fahrzeuge zurückrufen. Es bestehe eine mögliche Brandgefahr, die in Werkstätten behoben werden müsse.

Die USA erwägen im Kampf gegen hohe Energiepreise ihre strategischen Ölreserven anzuzapfen. Das sagte ein stellvertretender Regierungssprecher in Washington.

Am Dienstag schauen wir auf die Quartalszahlen von Dell und Best Buy. Gerade der US-Elektronikhändler Best Buy befindet sich zurzeit im Umbruch, muss neue Erlöswege im Kampf gegen die Online-Konkurrenz finden.

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