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US-Börsen zu Wochenschluss im Minus - China und Spanien belasten - gute Zahlen von JP Morgan Chase, Wells Fargo, Google - Verbrauchervertrauen sinkt - Ausblick

Manuel Koch

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Die US-Börsen sind am Freitag mit Abschlägen in den Handel gestartet. Der Dow Jones verlor 0,6 Prozent. Nach Den Google-Zahlen am Donnerstag, gingen zum Wochenschluss alle Blicke auf die Quartalsergebnisse von JP Morgan Chase und Wells Fargo. Die Bankentitel standen also im Fokus.

Dank des generellen Aufschwungs an den Börsen und der Wirtschaftserholung in den USA lief es im ersten Quartal hervorragend für JP Morgan Chase. Pro Aktie erzielte die US-Großbank einen Gewinn von 1,31 Dollar, Analysten hatten 1,18 Dollar erwartet. Der Umsatz stieg von 25,79 auf 27,42 Milliarden Dollar im Vorjahresvergleich. Die Aktie verlor wegen des schlechten Gesamtmarktes trotzdem 3,6 Prozent.

Ähnliches Bild auch bei Wells Fargo. Die Bank erzielte einen Gewinnsprung von 13 Prozent auf 4,25 Milliarden Dollar. Aber auch hier die Aktie am Ende im Minus bei 3,5 Prozent.

Von Konjunkturseite gab es nicht so gute Meldungen. Die Schätzung für das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan fiel schlechter aus als erwartet. Der Index sank von 76,2 auf 75,7 Punkte. Experten hatten zuvor zumindest mit einer Stagnation gerechnet.

Der Inflationsdruck hat in den USA abgenommen. Die Verbraucherpreise stiegen im März um 2,7 Prozent. Das ist etwas weniger stark als erwartet.

Zu Handelsende schloss der Dow Jones mit einem Minus von 1,1 Prozent bei 12.850 Punkten. Der Nasdaq Composite verlor 1,5 Prozent bei 3.011 Zählern. Der breiter gefasste S&P 500 verbuchte einen Verlust von 1,3 Prozent bei 1.370 Punkten.

Zu den Gewinnern im Dow zählten: Home Depot (+0,6%) und Kraft Foods (+0,6%). Auf der Verliererseite standen: Bank of America (-5,3%), JP Morgan Chase (-3,6%) und Alcoa (-3,2%).

Am Donnerstag hatte Google bereits nachbörslich Zahlen für das erstes Quartal veröffentlicht. Der Nettogewinn belief sich auf 2,89 Milliarden Dollar nach 1,8 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum. Die Umsatzerlöse stiegen um 24 Prozent auf 10,65 Milliarden Dollar. Außerdem wird es zu einem Aktiensplit kommen: Aktionäre werden zu jedem ihrer Anteilsscheine eine weitere Aktie einer neuen Klasse hinzubekommen. Dies entspricht einem Aktiensplit im Verhältnis 2 für 1. Die Google-Aktie ging mit einem Minus von 4,1 Prozent aus der Handelswoche.

Die Deutsche Bank bereite eine Offerte für ein milliardenschweres Paket an Hypotheken-Versicherungen (CDOs) vor, berichten US-Medien. Die US-Notenbank Fed hatte auf dem Höhepunkt der Finanzkrise 2008 die Hypotheken-Papiere im Zuge der Rettungsaktion für den einst weltgrößten Versicherer AIG übernommen.

Während die Autofahrer unter den hohen Spritkosten ächten, dürfen sich die Chefs der Ölmultis über kräftig gestiegene Gehälter freuen. Topverdiener ist Rex Tillerson, der an der Spitze von Exxon Mobil steht. Er erhält für 2011 satte 34,9 Millionen Dollar. Sein Kollege John Watson von Chevron bekommt 24,7 Millionen Dollar.

Apple sieht nach einer Klage des US-Justizministeriums wegen Preisabsprachen im E-Book-Markt keine Schuld. Apple betonte, man habe lediglich Verlagen erlaubt, selbst die Preise zu bestimmen. Ist das Ministerium erfolgreich, könnte das den amerikanischen Buchmarkt umkrempeln und den Preisverfall für E-Books beschleunigen.

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg hatte die Milliarden-Übernahme der Foto-Plattform Instagram in nur 48 Stunden eingetütet, das berichtet die New York Times. Zuckerberg habe sich am Freitag vergangener Woche am Telefon bei Instagram-Chef Kevin Systrom mit dem Kaufangebot gemeldet.

In der kommenden Woche blicken wir vor allem auf viele Quartalszahlen und einige Konjunkturdaten zum Häusermarkt:

Montag
Einzelhandel März
Empire State Manufacturing Index April
Lagerbestände Februar

Dienstag
Baubeginne
Baugenehmigungen
Industrieproduktion

Mittwoch

Zahl der Hypothekenanträge
US-Öllagerbestände
American Express
eBay

Donnerstag
Erstanträge Arbeitslosenhilfe
Philly Fed Index April
Frühindikatoren März
Verkäufe bestehender Häuser
Bank of America Corp.
Microsoft Corp.
Morgan Stanley

Freitag
McDonald's

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